Kreislauf der Überraschungen

Mit einem neuen Angebot im Messekalender wartet die Kultour Z. in der Stadthalle auf. Rund 1800 Gäste und mehr als 80 Aussteller aus allen Bereichen haben es am Wochenende genutzt.

Zwickau.

Alles Gute und viel Gesundheit - das ist einer der gängigsten Wünsche zu Geburtstagen. Man nimmt es dankbar entgegen, aber wer sich fragt, was eigentlich Gesundheit ist und wie man es schafft, sie zu bewahren, der findet beim Nachdenken viele Antworten. So muss es auch den Verantwortlichen der Kultour Z. ergangen sein, als sie ein Konzept für eine weitere Messe aus der Taufe hoben: Die "Gesund und Aktiv" fand am Wochenende in der Stadthalle statt,

Nach Auskunft der Veranstalter haben rund 1800 Gäste die Stände der mehr als 80 Aussteller in Augenschein genommen. Und tatsächlich fanden sie eine ganze Fülle von Angeboten, die sich mit der Gesundheit, aber auch mit dem Wohlbefinden beschäftigen. Kliniken und Kureinrichtungen stellten sich ebenso vor wie ein Baumarkt, es gab Töpfe zu begutachten, Brot zu verkosten, Wein gleichfalls. Man konnte an Duftölen schnuppern, sich über Schmuck aus Magneten informieren oder gar über die Auswirkungen von Handystrahlung. Kurzum: Für jeden gab es etwas, das er auf einer Gesundheitsmesse nicht erwartet hätte - der Rundgang entpuppte sich als ein Kreislauf der Überraschungen.

Mitten in Getümmel lächelten Charlotte Näser und Kurt Seyfarth ins Publikum. Die beiden jungen Leute warben für ein Tanzstudio in Zwickau. Denn Tanzen, sagte Kurt Seyfarth, ist eine gute Alternative für gesellige Menschen, die nicht gern allein im Fitnessstudio trainieren möchten. Außerdem ist es für Kinder geeigneter als Kraftsport - und auch Senioren lobten den Tanz. Denn er hält geistig fit. Neben der Koordinationsfähigkeit, sagt Seyfahrth, werden auch die Muskeln trainiert. Nicht zuletzt verbrennen Tänzer Kalorien. "Bei mir im Fitnesskurs sind es bis zu 500 Kilokalorien pro Stunde. Im Tanz sind es weniger, aber dennoch lohnt es sich."

Wer so viele Kalorien verbrannt hat, muss wieder etwas essen. Aber bitte etwas gesundes. Sagt zumindest Yannick Demange, der in Zwickau Kochkurse anbietet, die im Prinzip denkbar einfach sind: "Bei mir kommen keine Zusatzstoffe auf den Tisch. Ich hole das Maximum aus meinen Zutaten heraus." Hefe, Glutamat und andere Pülverchen hält der 46-Jährige für komplett verzichtbar. Gesundes Essen, so seine Erfahrung, interessiert immer mehr Menschen. "Vor allem im zunehmenden Alter." Dabei bezieht er sich auf die Jahre, nicht auf die Kilos, aber auch die werden mit der Zeit meist mehr. Sein Rat: "Fett ist nicht schlimm, das regt die Verdauung an. Schlimm sind die Kohlenhydrate."

Das wiederum möchte Roman Claus nicht unkommentiert stehen lassen. Immerhin lebt der Bäcker aus Mülsen davon, Kohlehydrate zu verkaufen. "Aber es kommt auf die Verarbeitung an", räumt er ein. "Wenn Teig vom Anrühren bis zum Backen nur eine Stunde Zeit hat, ist das schlecht." Vier Stunden und mehr hingegen seien gesund. Deswegen nimmt sich der Bäcker Zeit. Und noch ein Gesundheitsrat: Wer sich dann auch beim Essen mehr Zeit nimmt, macht nichts falsch.

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