Menschen, die etwas bewegen

Eine Vereinschefin kümmert sich mit ihren Mitstreitern um das Wohl von Katzen. Eine Laientheatergruppe trifft den Nerv des Publikums.

Sabine Munthel (65), Vorsitzende des Vereines "Katzen für Katzen", hat sich am Wochenende zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern wie schon so oft für das Wohl der Stubentiger eingesetzt. Mit ihrem Stand auf der Katzenshow der "Mülsener Samtpfötchen" in der Muldentalhalle in Wilkau-Haßlau trafen sie erwartungsgemäß den Nerv zahlreicher Besucher. "Unser Verein wurde 2014 gegründet. Sein Sitz ist zwar in Zwickau, aber unsere 40 Mitglieder sind im gesamten Bundesgebiet beheimatet", sagte Sabine Munthel. Einerseits sammeln die Vereinsmitglieder Spenden, auf der anderen Seite kommt Geld aus dem Verkauf selbst hergestellter Handarbeits- sachen in die Vereinskasse. "Bei uns bleibt kein Cent hängen. Seit Vereinsgründung konnten wir bereits 16.500 Euro an kleinere Einrichtungen und Vereine, aber auch Projekte weitergeben, die sich zum Beispiel um wild lebende Katzen kümmern oder Fütterungsstellen für Streuner unterhalten. Denn nicht allen Katzen geht es so gut wie unseren Samtpfoten daheim", sagte Munthel. Ein besonders wichtiges Anliegen des Vereins sei daher die Unterstützung der Kastration von streunenden Katzen. Nur so könne deren rasante Vermehrung eingedämmt und damit zugleich unnötiges Leid dieser Tiere vermindert werden. (awo)

Christian Siegel (51) hat seiner Lehrerin ein Denkmal gesetzt - und das natürlich in einer Schule. Der Künstler und letzte Schüler von Tatjana Lietz hat von der Malerin und Pädagogin eine Büste in Bronze gegossen. Die Plastik wird im historischen Foyer des Peter-Breuer-Gymnasiums in Zwickau zu sehen sein. Zunächst aber soll das Kunstwerk am Donnerstag im Rathaus öffentlich vorgestellt werden. Dort findet anlässlich des Internationalen Frauentages eine Tagung statt, in der wichtige und bekannte Zwickauer Frauen vorgestellt werden. Die 2001 gestorbene Ehrenbürgerin wird dabei ebenfalls in den Fokus gerückt. Danach bekommt die Büste ihren festen Platz. Das Gymnasium ist dabei nicht zufällig gewählt. Siegel, der eigentlich an der Hochschule Merseburg tätig ist, lehrt nebenberuflich in Zwickau Kunsterziehung. Auch Tatjana Lietz war in diesem Gebäude - der damaligen Höheren Handelsschule und Kaufmännischen Berufsschule - tätig, und zwar von 1945 bis 1950. Damit erhält die die Künstlerin und Pädagogin eine bleibende Würdigung an ihrer ersten Wirkungsstätte in Zwickau. Am 11. März jährt sich ihr Todestag zum 17. Mal. Die Obercrinitzer Laientheatertruppe Kreuzschnäbel hat mit ihrem aktuellen Stück erneut den Nerv der Zuschauer getroffen. Am Freitag und Sonnabend wurde die Komödie "Ein Haschkeks macht noch keinen Sommer" im ausverkauften Saal des Gasthofes "Dörfels Neue Welt" aufgeführt. "In der Geschichte geht es darum, dass auf einem Campingplatz plötzlich zwei vollkommen unterschiedliche Welten aufeinander prallen. Einmal typisch deutsche Spießer, die selbst vor ihrem Wohnwagen nicht auf englischen Rasen und Gartenzwerge verzichten wollen. Und dann ein paar Alt-Hippies, die sich spontan fürs Wildcampen entschieden haben und bei Yoga, Meditation sowie dem einen oder anderen Haschkeks ihre Seele baumeln lassen", sagte Vereinsvorsitzende Antje Rühling, die selbst in die Rolle der Ökotante Florentine schlüpft. Einstudiert haben die Kreuzschnäbel das Stück seit September. In den kommenden zwei Jahren werden die zwölf Ensemblemitglieder damit in mehreren Orte des Umlandes auftreten, unter anderem Mitte April im Weißbacher Gasthof "Erbkretscham". Als Verein gibt es die Obercrinitzer Kreuzschnäbel seit 2004. Zuvor gehörte die illustre Truppe zum Heimatverein. (awo)


Mirko Theodor, geboren 1971 in Halberstadt, stellt seit Donnerstag erstmals seine Werke im Zwickauer Hotel "First Inn" vor. Da der Laudator wegen Krankheit zur Vernissage nicht kommen konnte, nutzte die Zwickauer Galeristin Renate Lang die Gelegenheit, viele Fragen an den Künstler zu stellen. Mirko Theodor erzählte, dass er vor fünf Jahren wegen der Liebe nach Oschatz gekommen ist. Die 35 Besucher erfuhren auch, dass der Künstler vom Elternhaus aus eigentlich eine Maurerlehre beginnen sollte, aber seine Kunsterziehungslehrerin hatte ihn dazu bewogen, das Kunststudium aufzunehmen. Sein großes Vorbild ist Salvador Dali. Mirko Theodor malt immer mit Musik, wenn er gut drauf ist, dann entstehen die Schwarz-Weiß-Bilder und wenn er nicht so gut drauf ist, dann entstehen die bunten Bilder. Der Künstler verriet auch, dass er mittlerweile von seiner Kunst leben kann. Er ist der Begründer des Vereins "Kunst- und Kulturzentrum Oschatz", wo "gefallene" Jugendliche aufgenommen werden, die sich dort verwirklichen können. Voraussetzung: kein Alkohol, keine Drogen, keine Politik. Musikalisch wurde der Abend von zwei Schülern des Schumannkonservatoriums untermalt - von Janek Wasilewski und Marcel Friedrich - umrahmt. Galeristin Renate Lang weist darauf hin, dass die Bilder bis zum 26. April im "First Inn" ausgestellt werden. (lth)

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