Projekte für Demokratie bangen um Fortbestand

Initiativen gegen Rechtsextremismus hoffen auf weitere Finanzierung

Zwickau.

Vereine und Initiativen haben am Mittwochabend einen Appell an den Stadtrat gerichtet, an der Finanzierung von Anti-Rechtsextremismus-Projekten weiter festzuhalten. "Straßenfeste, Schulungen, Bildungsfahrten, Veranstaltungen und Lesungen haben unsere Stadt die letzten Jahre mit Leben gefüllt", sagt Matthias Bley vom Verein "Alter Gasometer". Ob es diese Projekte weiter geben wird, hängt vom Stadtrat ab. Am heutigen Donnerstag entscheidet das Gremium, ob sich die Stadt Zwickau weiter am Bundesprojekt "Demokratie leben" gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit beteiligt. Auf dem Spiel stehen Bundes- und Landesmittel für die nächsten fünf Jahre in Höhe von insgesamt 720.000 Euro zuzüglich eines städtischen Anteils von 27.000 Euro. Vor fünf Jahren stimmten 45 der 49Stadträte für die Teilnahme an dem Programm. Unklar ist, ob es eine Fortsetzung erfährt.

Die Akteure betonten bei einer Veranstaltung am Mittwoch im Zwickauer Fanprojekt, dass es sich dabei um sinnvoll investiertes Geld handle. "Seit Juli 2015 konnten 300 Veranstaltungen mit 90.000 Gästen im Volumen von 200.000 Euro durchgeführt werden", sagt Bley. "Das sind schon Wahnsinnszahlen." Kommt das Geld für die nächsten fünf Jahre, dann will das Bündnis ab 2020 eine regelmäßige Bürgerbefragung etablieren. So sollen Meinungsbilder zu aktuellen politischen Fragen erstellt werden. Derzeit arbeite ein wissenschaftliches Gremium an der Umsetzung.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...