Rathausumbau: Planung wird europaweit ausgeschrieben

Im Dezember soll der Reinsdorfer Gemeinderat dazu einen Beschluss fassen. Ob die Bauarbeiten im nächsten Jahr beginnen, ist noch nicht sicher.

Reinsdorf.

Nun geht es Schritt auf Schritt: Nach der Entwurfsplanung, die die Voraussetzung für die Beantragung der erforderlichen Fördermittel für die Modernisierung und Erweiterungen des Reinsdorfer Rathauses bildet, wurden derweil die Planungsleistungen für das Millionenbauprojekt europaweit ausgeschrieben.

Wie Jörg Schwarz vom Ortsbauamt erklärte, könnte die Verwaltung nach der Prüfung der Angebote dem Gemeinderat bereits im Dezember einen Vergabevorschlag unterbreiten. Die Vergabe der Planungsleistungen soll in drei Losen erfolgen: Tragwerk, Heizung/Sanitär, Elektrik. Zusätzlich wird nach Darstellung von Schwarz ein Schallschutz-, Brandschutz- und Wärmeschutzkonzept sowie ein Baugrundgutachten verlangt. Laut Schwarz kommen für das Millionenbauvorhaben nur Fachleute infrage, die nachweisen können, dass sie in den vergangenen acht Jahren ähnliche Bauprojekte erfolgreich betreut und umgesetzt haben. Derweil ist noch unsicher, ob die Bauleute schon im nächsten Jahr oder 2021 anrücken.

Fest steht aber: Der Anbau soll einen Trausaal und einen Ratssaal erhalten. "Dadurch können die Sitzung des Gemeinderates wieder im Rathaus stattfinden", sagte erneut Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos). Und nicht nur das: Der Ratssaal soll auch für Dorffeste und ähnliche kulturelle Höhepunkte genutzt werden. Darüber hinaus sieht das Raumkonzept vor, dass im Anbau unter anderem die Schiedsstelle, der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes, der Klöppelverein und andere gemeinnützig arbeitende Vereine Platz finden sollen.

Bisherigen Schätzungen zufolge verschlingt das Bauprojekt mehr als 3 Millionen Euro. Erst Ende 2017 hatten die Gemeinderäte dazu einen Grundsatzbeschluss gefasst. So hatte sich das Gremium darauf geeinigt, nicht auf der grünen Wiese zu bauen, sondern das Verwaltungsgebäude am jetzigen Standort zu modernisieren - inklusive Anbau. Damit war auch der in die Diskussion gebrachte Neubau endgültig vom Tisch. Die Vorzugsvariante hatte schon im März der CDU-Gemeinderat Bert Naumann als "maßvoll und kein Luftschloss" bezeichnet. Und Ludwig fügte "ländlich und naturnah" an. Nicht ohne Grund: Schließlich soll das Vorhaben über das Programm "Vitale Ortskerne" gefördert werden. Dabei rückt neben der Erweiterung des Rathauses die Schaffung eines "zentralen dörflichen Öffentlichkeitszentrums" in den Mittelpunkt.

Erst nach dem Auszug der Kita "Anne Frank" aus dem Rathaus war es möglich geworden, über die Gestaltung des Verwaltungsgebäudes an der Wiesenaue nachzudenken.

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