SPD-Politiker für kleinere Gefängnisse

Zwickau.

Die mögliche Schließung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Zwickau zugunsten eines Großgefängnisses in Kooperation mit Thüringen wird von der SPD Sachsen eher skeptisch gesehen. Dies sagte der justizpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Harald Bau- mann-Hasske, am Mittwoch bei einem Besuch in der JVA. Das Strafvollzugsgesetz des Freistaates verlange eine umfassende sozialpsychologische Betreuung von Gefangenen, vor allem, um Rückfälle in neue Straftaten zu vermeiden. Dazu seien kleinere Gefängnisse besser geeignet. Während eines Gespräches mit dem JVA-Leiter Andreas May informierte sich der Abgeordnete auch zu aktuellen Personalfragen. Über die Einstellung von Tarifkräften seien in diesem Jahr erste Verbesserungen erreicht worden. Das sind Angestellte, die berufsbegleitend ein Jahr geschult werden und danach entscheiden können, ob sie eine Beamtenlaufbahn einschlagen wollen. Probleme mit Überalterung sowie Überlastung im Fall von Sonderaufgaben, beispielsweise der Krankenhausbewachung, bleiben in Zwickau jedoch bestehen, so Baumann-Hasskes Referent Andreas Herrmann. (upa)

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