Vor Gericht

Die "Freie Presse" informiert über interessante Gerichtsverfahren der kommenden Woche.

Verfassungswidrig: Ein Zwickauer zeigte bei der Polizei an, dass bei ihm unter anderem Briefkasten, Klingel und Türen mit Hakenkreuzen beschmiert worden seien. Bei einer Observierung stellt die Polizei jedoch fest, dass der Angeklagte selbst die Zeichen angebracht hatte.

Sexueller Missbrauch: Der Angeklagte soll sich per Internet vor den Augen eines zwölfjährigen Jungen selbst befriedigt haben. Das Amtsgericht sprach den Mann frei, weil es das Kind für nicht glaubwürdig hielt. Dagegen hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Prozessbetrug: Ein 74 Jahre alter Rentner soll in einem Zivilprozess falsche Angaben gemacht haben. Er soll ausgesagt haben, dass ein Bus seinen Pkw "geschnitten" hatte und es deswegen zum Unfall kam. Das stellte sich als falsch heraus. Dafür war er vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dagegen hatte er Berufung eingelegt.

Volksverhetzung: Ein 47 Jahre alter Inhaber eines Shops und sein 32 Jahre alter Angestellter stehen vor Gericht, weil sie auf Facebook für Bekleidung mit Aufdrucken von Wehrmacht und Waffen-SS geworben haben sollen. Zudem sollen verbotene Tonträger verkauft worden sein. (nkd)

Die Verhandlungen finden im Amtsgericht, Humboldtstraße 1 in Zwickau statt. Es gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Besucherplätze stehen nur eingeschränkt zur Verfügung.

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