Ruhig offensiver

Der Neonazi-Aufmarsch in Plauen hat nicht nur viele Menschen in Sachsen verstört. Groß war das Unverständnis, dass die Behörden der rechtsextremen Splitterpartei Der Dritte Weg diesen Erfolg ermöglichten. Nun bewegt sich das Innenministerium. Fast möchte man sagen: endlich.

Noch immer tun sich nicht nur die Behörden vor Ort in Sachsen schwer, mit Vorfällen wie in Plauen umzugehen und darauf zu reagieren. Das Innenministerium ist keine Ausnahme. Vergangene Woche stellte sich der Innenminister Wöller zunächst medial tot, kommentierte Plauen erst, als sich der Zentralrat der Juden eingemischt hatte. Auch die neuen Pläne präsentierte Wöller allein auf Nachfrage. Die Konsequenzen, die Sachsen jetzt zieht, sind aller Ehren wert. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Landesregierung sich nicht so verschämt geben würde.

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