Birkhuhnschutz: Länder arbeiten besser zusammen

Der Freistaat Sachsen hat angesichts der geringen Bestände nun mit Tschechien eine Vereinbarung geschlossen.

Neuhausen.

Die hiesigen Birkhühner sind angesichts der geringen Bestände vom Aussterben bedroht. Besser sieht die Situation in Tschechien aus, wo es noch etwas größere Populationen gibt. Nun soll die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland ausgebaut werden. Das teilte das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit. Bei einem Treffen in Prag sei von beiden Seiten eine entsprechende Vereinbarung geschlossen worden, sagte Sprecher Frank Meyer.

Die Unterzeichner der Vereinbarung sind sich einig: Es gilt, die Lebensräume der Raufußhuhnart grenzüberschreitend zu erhalten und zu entwickeln. Dafür sei eine Abstimmung nötig, führte das Ministerium aus. Aus diesem Grunde wollen sich beide Seiten gegenseitig über die vorgesehenen Maßnahmen unterrichten. Auch zu den erzielten Ergebnissen werden laut Meyer Informationen ausgetauscht: "Dazu sind regelmäßige Treffen einer Arbeitsgruppe auf Ebene der Ministerien vorgesehen."

"Gemeinsame Anstrengungen sind beim Schutz des Birkhuhns geboten", erklärte Umweltminister Thomas Schmidt. "Tiere kennen keine Staatsgrenzen, die Kammregion des Erzgebirges ist auf beiden Seiten der Grenze der Lebensraum des Birkhuhns. Also darf der Artenschutz an der Grenze nicht Halt machen." Bereits im August hatte Schmidt für das Birkhuhn in Sachsen ein Artenschutzprogramm in Kraft gesetzt. Ziel: Die Lebensräume sollen wiederhergestellt und gesichert werden. Mitglieder der Initiative Birkhuhnschutz kritisierten das Programm als unzureichend. Auch die Forst- und Waldlobby äußerte Bedenken. Rund 30 Tiere gibt es derzeit auf der hiesigen Seite des Erzgebirges noch. In Tschechien sind es rund 350. (geom)

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