Brand offenbar fahrlässig gelegt

Nach dem Feuer in einem Haus am Hornmühlenweg in Freiberg können die Bewohner dort weiter wohnen. Aber auf Warmwasser müssen sie verzichten.

Freiberg.

Stunden nach dem aufsehenerregenden Brand vom Sonntag in einem Mehrfamilienhaus am Freiberger Hornmühlenweg zeigte sich Robby Krause gestern erleichtert: "Es hätte ganz anders ausgehen können." Zum Glück sei niemand verletzt worden, so der Geschäftsführer des IC Immobilien Centrums Freiberg, das als Hausverwalter fungiert.

Am Sonntagabend war kurz nach 19 Uhr im Gebäude ein Brand ausgebrochen. "Zum Glück im Keller", wie Krause sagte. Neben Holz und Papier fingen auch Reifen Feuer, weshalb aus beiden Zugängen auf der Rückseite des Gebäudes zeitweise tiefschwarzer Qualm drang. "Der Rauch ist sehr giftig", sagte Einsatzleiter Heiko Mende von der Freiberger Feuerwehr. Offenbar verhinderte eine Brandschutztür Schlimmeres. Kein Qualm zog ins Treppenhaus. "Die hat wunderbar dicht gehalten", erklärte Krause.

Noch vor Eintreffen der 30 Feuerwehrleute, die mit fünf Fahrzeugen zum Einsatzort eilten, hatten sich die 23 Bewohner ins Freie gerettet. Zur Sicherheit wurden diese durch Rettungsdienst und Notarzt untersucht. Währenddessen konnte der Brand rasch gelöscht werden. Durch die enorme Hitzebildung und den beißenden Geruch waren die Feuerwehrleute aber gut drei Stunden vor Ort. Mende sprach von umfangreichen "Lüftungs- und Kühlungsmaßnahmen", damit sich die Flammen nicht aufs Neue entfachten.

Die Nacht konnten die Bewohner, wie Hausverwalter Krause erklärte, bereits wieder in ihren Wohnungen verbringen. Trotzdem müssen sie jetzt vorerst auf Warmwasser verzichten. Auch die Heizung ist kaputt. "Und im Keller stinkt es", so Krause weiter.

Die Höhe des Schadens lässt sich bis dato nicht abschätzen. Das teilte gestern ein Polizeisprecher mit. Trotzdem liegen erste Ermittlungsergebnisse vor. "Brandursachenermittler untersuchten den Brandort. Demnach ist von einem fahrlässig verursachten Brand auszugehen", bemerkte der Polizeisprecher. Details nannte er keine. (mit smc)

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