Bürgerblatt liegt künftig aus

Das Großschirmaer Amtsblatt wird ab nächstem Jahr in einem Lichtenauer Unternehmen gedruckt.

Großschirma.

Das monatlich erscheinende Bürgerblatt der Stadt Großschirma wird ab 2021 in einer Lichtenauer Druckerei hergestellt. Die Vergabe des Auftrags mit einem Volumen von 14.280 Euro haben die Mitglieder des Verwaltungsausschusses auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Die Vertragslaufzeit beträgt zwei Jahre. Vorausgegangen war eine Ausschreibung, an der sich laut Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) nur das Lichtenauer Unternehmen beteiligt hat. Die ortsansässige Druckerei, die das Amtsblatt derzeit herstellt, nahm nicht an der Ausschreibung teil.

Im Bürgerblatt werden amtliche Bekanntmachungen und Mitteilungen des sonstigen Lebens im Stadtgebiet veröffentlicht. Bislang wird das Heft Einwohnern für eine Jahresgebühr von 6 Euro zugestellt; ein Exemplar im Freiverkauf kostet 75 Cent. Dies wird sich ab kommendem Jahr ändern. Künftig soll das Bürgerblatt als kostenfreies Mitnahmeblatt erscheinen. Das hatte der Stadtrat bereits in seiner Oktobersitzung beschlossen. Als einen Grund nannte Hauptamtsleiterin Kathleen Recknagel die Probleme, bei Urlaub oder Krankheit einen Ersatz für die Bürgerblatt-Zusteller zu finden.

Der Vertrag mit der Lichtenauer Druckerei sieht eine Auflage von 2500 Exemplaren und eine Auslieferung an bis zu 20 Mitnahmestellen im Stadtgebiet vor.

Ausliegen soll das Bürgerblatt künftig beispielsweise in Bäcker- und Fleischerläden, im Bürgerbüro, im Zellwaldcenter, in Apotheken sowie in Kitas. "Dieses Thema werden wir in der nächsten Zeit angehen", so Hauptamtsleiterin Recknagel. Die erste stellvertretende Bürgermeisterin Margot Schleicher (Freie Liste Reichenbach-Seifersdorf) sprach sich dafür aus, dass auch in den Ortsteilen Reichenbach und Seifersdorf geeignete Mitnahmestellen gesucht werden sollen. Zudem soll das Amtsblatt auch weiterhin als E-Paper erscheinen. Laut Hauptamtsleiterin Recknagel können sich interessierte Einwohner für einen Newsletter anmelden und bekommen dann eine Information, wenn das neue Exemplar im Internet steht.

Überdies soll auch künftig eine Lieferung des Bürgerblatts in die Haushalte möglich sein. Die Lichtenauer Druckerei verlangt dafür pro Exemplar eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von einem Euro, hinzu kommt das Porto. "Das ist für uns ein großer Vorteil. Wir als Verwaltung müssen das Bürgerblatt nicht mehr eintüten und den Umschlag beschriften", so Recknagel. (hh)

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