Bundespolizei ermittelt zu Fehlalarmen am Bahnhof

Vom Münzfernsprecher aus wurde in zwei Fällen eine Notlage vorgetäuscht

Freiberg.

Die Bundespolizeiinspektion Chemnitz hat zwei Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von Notrufen oder Vortäuschen von Hilfsbedürftigkeit am Freiberger Bahnhof eingeleitet. Wie Pressesprecherin Anett Bochmann mitteilte, hatte ein Unbekannter am 17. Januar dieses Jahres über den Münzfernsprecher am Bahnhof die Leitstelle der Bundespolizei in Chemnitz angerufen und seinen Suizid angekündigt: "Eine Streife begab sich mit Sondersignal nach Freiberg. Vor Ort waren bereits die Freiberger Feuerwehr und die Kollegen der Landespolizei. Es wurde keine Person mehr angetroffen." Zwei Tage später habe die Rettungsleitstelle ebenfalls über einen Münzfernsprecher in der Nähe des Bahnhofs den Hinweis erhalten, dass eine verletzte Person im Gleisbereich sei. Auch hier habe es sich um einen falschen Alarm gehandelt. Ähnliche Fälle habe es am 4. Oktober und 17. November 2019 gegeben. Werde ein Täter gefasst, so Bochmann, drohe ihm bis zu ein Jahr Haft. Wer tatsächlich Personen im Gleis sehe, sollte diese auffordern, den Gefahrenbereich zu verlassen und den Notruf wählen. Wichtig sei, sich nicht selbst in Gefahr zu begeben, so die Sprecherin: "Durch den Notruf wird veranlasst, dass die Züge nur noch auf Sicht fahren dürfen und ein Stillstand bei Erkennen einer Person unverzüglich eingeleitet werden kann." (mit smc)


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