Corona: Sechs Mittelsachsen überwacht, bislang keine Infektion

Das Gesundheitsamt hat sechs Mittelsachsen wegen des Corona-Virus gezielt überwacht. Die Befürchtungen haben sich aber nicht bestätigt, es gab keine Infektion.

Freiberg.

Das Gesundheitsamt hat sechs Mittelsachsen wegen des Corona-Virus gezielt überwacht. Die Fälle haben sich aber alle nicht bestätigt, es gab keine Infektion. Die Kreisbehörde warnt vor Panikmache, sagte Amtsärztin Dr. Annelie Jordan bei einem Pressegespräch am Mittwoch im Landratsamt in Freiberg. Ihren Angaben zufolge sind fünf Betroffene in häusliche Quarantäne gegangen. Ein Betroffener, der von einer China-Reise zurückgekehrt war, wurde in der Infektionsklinik in Chemnitz betreut. Auch bei ihm habe sich der Verdacht nicht bestätigt. Bei den anderen Verdachtsfällen handele es sich um Personen, die von Reisen aus Italien zurückgekehrt sind und sich dort in Gebieten mit hohen Infektionsraten (hot spots) aufgehalten hatten. Unterdessen laufen derzeit im mittelsächsischen Gesundheitsamt heiß, weil Mittelsachsen - oft Rückkehrer von einer Italienreise - wegen möglicher Ansteckung oder Präventionsmaßnahmen nachfragen. Laut Amtsärztin Jordan sind drei Mitarbeiter ununterbrochen am Telefon. "Wir haben dort kurzfristig aufgestockt", so Dr. Jordan. Zudem träfen zahlreiche E-Mails aus China ein, wo beispielsweise Studenten fragen, was sie bei ihrer Heimreise beachten müssen. Das Landratsamt habe seinen Reaktionsplan für den Fall der Fälle aktualisiert und sei durch Übungen, auch gemeinsam mit dem Rettungsdienst, vorbereitet. Falls Corona-Infektionen auftreten würden, kämen die Erkrankten in die Chemnitzer Infektionsklinik. Doch auch die mittelsächsischen Krankenhäuser hätten entsprechende Isolierräume. Zugleich warnt die Amtsärztin vor einer allgemeinen Panik. "Das ist völlig fehl am Platz", betont die Medizinerin. Und sie fügt hinzu: "Es ist nicht die Pest, es sind nicht die Pocken. Vielmehr handelt es sich um einen Virus - wie bei der Influenza." Landrat Matthias Damm (CDU) ergänzte: "Unser Landkreis hat 305.000 Einwohner. Und wir haben sechs Verdachtsfälle, wo der Verdacht auf eine Corona-Infektion aber ausgeräumt werden konnte.


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