Das Sieger-Team tritt wieder an

Sie kommen aus Helbigsdorf und triumphierten unter dem Namen "Rad-io-aktiv" beim Fahrradzickzack 2016. Logisch, dass sie nun antreten.

Freiberg/Helbigsdorf.

Ein Sieger-Team ist hart im Nehmen. Als Katrin Weigold bei einem ihrer ersten Freiberger Fahrrad-Zickzack auf der Leipziger Straße unterwegs war, nahm ihr ein Auto die Vorfahrt. "Ich bin über die Motorhaube abgestiegen", sagt sie. Sie landete auf den Knien, das Rad war lädiert. Doch das war kein Grund zum Aufgeben. Nachdem die Formalitäten mit der Polizei erledigt waren und das Rad wieder hergestellt, ging es weiter. "Am Ende hattest du mehr Pneuros gesammelt als ich", so Team-Kollege Martin Seifert. Schon damals wurde Team "Rad-io-aktiv" nicht letzter. Weigold: "Am nächsten Tag war mein Bein blau. Da konnte ich erst mal nicht mehr laufen."

Mit so einer Einstellung ist es nur eine Frage der Zeit, beim in diesem Jahr vom "Inpulz-Magazin & Radio" sowie der "Freien Presse" organisierten Freiberger Fahrrad-Zickzack ganz vorn zu landen. Und so heimste das aus Helbigsdorf stammende Team - Ralf Ahrens ist der dritte im Bunde - bei der bislang letzten Auflage anno 2016 den Sieg ein.

Am 18. August nun wollen sie den Titel verteidigen. Ehrensache. Auch wenn klar ist: Ohne Glück geht das nicht. Die Würfel bestimmen, welche der zwölf Stationen jeder Teilnehmer in welcher Reihenfolge innerhalb der drei Stunden ab 15 Uhr ansteuert. Da kann es schon mal sein, dass der eine gemütlich zwischen Schlossplatz, Ober- und Untermarkt pendelt und reichlich virtuelle Pneuros einsackt. Während die Würfel den anderen von der Reichen Zeche zum Waldbad und zurück zwingen. Fünf-Minuten-Zwangspause, Glücksrad und Büchsenwerfen sorgen an manchen Stationen zusätzlich für Ungewissheit. Am Ende gewinnt, wer die meisten Pneuros bis 18 Uhr ins Ziel rettet.

Das Ergebnis ist ein Fahrrad-Event der anderen Art. "Das ist kein Rennen, bei dem man als Hobby-Radler im Pulk den Profis hinterherhechelt", sagt Ralf Ahrens. "Der Nervenkitzel kommt vom Würfeln. Man muss sich immer umorientieren." Für Ortsfremde, sind sich die drei einig, eine besondere Herausforderung. Entsprechend geben sie anderen Radlern gern Tipps, wenn die mal nach dem Weg fragen. Jeder fährt für sich allein. "Man freut sich immer, wenn man mal einem Team-Kollegen begegnet", sagt Martin Seifert. Der Kfz-Prüfingenieur hat Helbigsdorf inzwischen verlassen und wohnt in Wolkenstein. Da sieht man seine Mitstreiter nicht mehr ganz so häufig. Aber vielleicht noch auf dem Sieger-Treppchen - wer will schon dagegen wetten?

Infos: Anmeldung zum Fahrrad-Zickzack bis 10. August per Coupon, Infos auch im Netz unter www.freiepresse.de/ffz sowie unter www.inpulz.de/fahrradzickzack.html.

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