DDR-Strampler nach 30 Jahren wieder im Einsatz

Beim VEB Wäscheunion Mittweida wurde auch Babybekleidung hergestellt. "Freie Presse" sucht Alltagsgegenstände, die heute noch ihren Zweck erfüllen.

Freiberg/Mittweida.

Die drei Jahrzehnte in einer Kiste auf dem Dachboden sieht man dem rosa Schlafanzug nicht an. Ordentlich zusammengelegt und vor Licht und Feuchtigkeit geschützt, hob meine Mutter ihn auf, nachdem ich 1989 zu groß dafür geworden war. Vor wenigen Wochen wurde der Strampler mit dem niedlichen Hasenmotiv wieder ausgepackt und meine eigene Tochter, im dreißigsten Jahr nach der Wiedervereinigung geboren, wird ihn in kühlen Herbstnächten sicher das eine oder andere Mal tragen.

Im mittelsächsischen Mittweida hatte der volkseigene Betrieb Wäscheunion zu DDR-Zeiten seinen Sitz. Kurz nach der Wende und der Schließung des Betriebes wurde die ehemalige Industrieanlage an der Hainichener Straße zu einer Diskothek umgestaltet.

Doch im Gebiet des heutigen Landkreises Mittelsachsen waren zu DDR-Zeiten noch zahlreiche weitere volkseigene Betriebe ansässig. So wurden beim VEB Freiberger Präzisionsmechanik Messgeräte wie der "Freiberger Sextant" hergestellt, in Burgstädt hatte der VEB Metallspielwaren seinen Sitz und in Flöha stand die Buntpapierfabrik. (fpe)

Noch heute in Gebrauch Haben Sie,

liebe Leser, noch Alltagsgegenstände im Einsatz, die zu DDR-Zeiten in Betrieben im Gebiet des heutigen Landkreises Mittelsachsen hergestellt wurden? Oder haben Sie etwas von Eltern oder Großeltern geschenkt bekommen, das Sie in Ehren halten? Schreiben Sie uns und erzählen Sie uns die Geschichte hinter dem Stück. Zuschriften per E-Mail an:

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