Die neue Schule mitten im Dorfleben

Mittendrin im Partnerdorf Gati - Mitglieder der Namaste Nepal Schülerfirma berichteten jetzt von ihrer jüngsten Reise nach Nepal. Nach dem Vortrag war klar: Großes ist vollbracht.

Freiberg.

Es ist ein gewaltiges Werk, das die Schülerfirma Namaste Nepal des Freiberger Schollgymnasiums gemeinsam mit dem Gymnasium Olbernhau und Schulen aus Buchen, Clausthal-Zellerfeld, Dortmund sowie aus dem niederländischen Delft verwirklicht hat. Das Schülernetzwerk, das sich für Hilfe in Nepal starkmacht, baute durch Spenden von etwa 620.000 Euro in nepalesischen Dörfern sieben Schulen und einen Kindergarten wieder auf. Die Gebäude waren durch ein Erdbeben 2015 zerstört worden. Nun sind sie, neu und sicherer geschützt gegen Beben, von den Schülern, darunter auch in Gati, in Besitz genommen worden. In den Oktoberferien 2019 konnten sich neun Mitglieder der Freiberger Schülerfirma zusammen mit der projektbegleitenden Lehrerin Dagmar Franke sowie Koordinator Steffen Judersleben in Gati und weiteren Dörfern mit den Bewohnern über die neuen Schulen freuen.

Am Freitagabend hatte die Schülerfirma die Hauptsponsoren eingeladen, die 2019 mit Spenden geholfen hatten. Mitglieder der Schülerfirma, unter ihnen Geschäftsführerin Leonie Mann, berichteten über ihre Reise in das Land am Himalaja und ihre Begegnungen in Gati. Seit 2005 helfen die Bergstädter dem Bergdorf auf vielfältige Weise. "Man kann gar nicht so viel geben, wie man zurückbekommt", fasste die 16-Jährige ihre Eindrücke zusammen. Die Besucher wohnten bei Familien in Gati, viele Erlebnisse, Gespräche und Begegnungen bleiben in Erinnerung - Freundschaften entstanden. "Es ist viel mehr als ein Hobby, in der Schülerfirma mitzuarbeiten - es ist für die Sache", fasste Leonie ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin von Namaste Nepal, der 35 Schollgymnasiasten angehören, zusammen. Doch nicht nur in Freiberg wird viel für Nepal - auch für die Hilfe zur Selbsthilfe - getan. "Das Schülernetzwerk hat 2019 insgesamt 115.000 Euro zusammengetragen, davon Freiberg 88.000 Euro", resümiert Steffen Judersleben. Der Freiberger Nepallauf, die Lesenacht im Schollgymnasium und weitere Projekte helfen dabei. Neben den Schulbauten finanziert das Netzwerk 16 Lehrer und 5 Kindergärtnerinnen vor Ort. Etwa 70 Prozent der Personalkosten trägt das Netzwerk, 30 Prozent steuern die Schulkomitees in den Dörfern bei.


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