Es weihnachtet - verhalten

Explodiert ist die Weihnachtsstimmung im Erzgebirge noch nicht. Aber die Vorbereitungen dazu laufen hier und da.

Neuhausen/Sayda.

In der Ruhe liegt die Kraft, auch im Advent. Nach diesem Motto verfahren offensichtlich die Bewohner des Weihnachtslandes schlechthin: die Erzgebirger. Von Hektik ist in Neuhausen, Cämmerswalde und Frauenstein keine Spur. Es stehen zwar einige Schwibbögen in den Fenstern, und manch künstlicher Weihnachtsbaum ziert die Auslagen des einen oder anderen Geschäfts, aber in gestalterische Nervosität bricht hier niemand aus. Immerhin ist ja erst am Sonntag der erste Advent.

Mit Ruhe und Gelassenheit geht auch Lothar Schönherr seine Tagesaufgabe an. Er montiert einen prachtvollen Schwibbogen auf der Luke des Kohlenbunkers vor seinem Haus in Sayda. "Das ist ein Exemplar der Firma Kunstguss", erklärt er. "Den haben meine Frau und ich vor rund zehn Jahren in Sosa gekauft." Nun ziert er im Advent den Vorgarten und zaubert weihnachtliche Atmosphäre herbei. Schönherr ist mit seiner Aktion schon ein bisschen weiter als die Baumeister des offiziellen Saydaer Schwibbogens. Dessen Gerüst steht zwar schon an der Hauptstraße, mit der Bestückung hat man es aber noch nicht eilig. Immerhin ist ja erst am Sonntag der erste Advent.

Vor einer Bäckerei in Bienenmühle verschönert seit kurzem eine kleine Weihnachtseisenbahn das Portal; in Frauenstein dreht sich die prachtvolle Pyramide mit ihren Bergleuten schon recht eifrig; in Nassau steht ein Wunschzettelbriefkasten an prominenter Stelle in der Ortsmitte. Und in Burkersdorf hockt ein kleiner Weihnachtsmann auf der Leitplanke an der Straße nach Dittersbach und scheint auf eine Mitfahrgelegenheit zu hoffen. Doch auch er hat es nicht gerade eilig. Immerhin ist ja erst am Sonntag der erste Advent.

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