Familienbetrieb: Man hilft sich hier gegenseitig

Jehmlichs fühlen sich mit ihrer Firma seit einem Vierteljahrhundert wohl in Conradsdorf. Das liegt auch am guten Zusammenhalt mit anderen Handwerkern.

Conradsdorf.

1987 hatten Ursula und Bernd Jehmlich einen Eigenheimstandort in ländlicher Umgebung gesucht und waren in Conradsdorf fündig geworden. "Wir können mit gutem Gewissen sagen, dass wir hier nicht nur gern leben, sondern auch gern arbeiten", sagt Ursula Jehmlich.

Der Besitzer der Freiberger Firma Feuerungs- und Schornsteinbau hatte seinerzeit die DDR verlassen und Jehmlichs konnten sie übernehmen. Die sich nach der Wende ergebenden Möglichkeiten ließen 1990 die Gründung der ersten GmbH im Landkreis zu. Es folgte 1992 der Neubau des Firmengebäudes mit kräftiger Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Jörg Kiehne. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass die von Jehmlichs gebauten Schornsteine so haltbar waren, dass die Aufträge weniger wurden. Deshalb werden heute am Kleinsiebenlehner Weg mehr Kamine verkauft.

"Die Versorgung der Einwohner von Conradsdorf ist für uns in Ordnung", stellt Ursula Jehmlich fest. Zweimal pro Woche kommen ein Bäcker und ein Fleischer in den Ort. Der Freiberger Pennymarkt an der Halsbrücker Straße sei nicht weit, und Halsbrücke böte ausreichend medizinische Versorgung an. Besonders lobt die Geschäftsfrau das Vereinsleben. Mit dem Conradsdorfer Carneval Verein, in dem sich viele Einwohner engagieren, sei ebenso wie mit dem Schützenverein und den von beiden gestalteten Festen für Abwechslung gesorgt. Beliebt sei auch das Fitness Studio "Body Balance". Darüber hinaus engagieren sich viele im Conradsdorfer Sportverein 61 in den Sektionen Billard, Fußball, Aerobic und Tischtennis.

"Angenehm ist die nachbarliche Umgebung, denn hier hilft man sich gegenseitig", sagt Ursula Jehmlich. Das sei für die Firma auch bei Anlieferungen wichtig, wenn mal keiner zu Hause ist. In ihrem Vier-Personen-Familienbetrieb arbeitet neben Ehemann Bernd auch Sohn Kai mit. Die Beiden sind vor allem für die Montage zuständig. Tochter Romy kümmert sich um die Buchhaltung im Büro. Die Familie liebt die Ruhe in der ländlichen Umgebung und auch den Zusammenhalt mit den anderen Handwerksbetrieben.

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