Forstexkursion: Wald braucht mehr Anerkennung

Konrad von Posern wirbt bei Sächsischer Landunion für bessere Förderpolitik privater Waldbesitzer

Hirschfeld.

Die Forstschäden, die durch die seit drei Jahren anhaltende Dürre von sächsischen Waldbesitzern kompensiert werden müssen, und die daraus folgenden Probleme sind Themen der Forstexkursion des Landesvorstandes der Land-Union Sachsen am Freitag in der Region gewesen. Konrad von Posern, der einen privaten Land- und Forstwirtschaftsbetrieb in Hirschfeld betreibt, führte die Landwirte und weiteren Exkursionsteilnehmer durch seinen hiesigen Wald, der wie die meisten Waldgebiete zu 80 Prozent von Fichten bewachsen ist.

"Wir mussten in den letzten zwei Monaten einen Jahreseinschlag Schadholz bewältigen und bekommen kaum einen Erlös dafür", erklärt Konrad von Posern die Auswirkungen durch den Befall der Wälder durch den Borkenkäfer. Zugleich machte er auf Widersprüche in der sächsischen Förderpolitik aufmerksam. So sei das Aufforsten mit Fichten nicht förderfähig, in Vogelschutzgebieten jedoch, zu denen eine seiner Waldflächen zähle, müssten nur jene Baumarten wieder aufgeforstet werden, die zuvor in dem Bereich wuchsen. Das stehe der nun geforderten Baumvielfalt für nachhaltige Wälder entgegen, die den Klimaveränderungen besser standhielten. Laut Konrad von Posern brauche der Wald mehr gesamtgesellschaftliche Anerkennung und damit auch die verantwortungsvolle Tätigkeit privater Waldbesitzer. (ar)

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