"Freiberg hat sich in der Krise gut aufgestellt"

Silberschau: Musikkorps plant für September ein Serenadenkonzert

Freiberg.

Was bringt die Landesausstellung der Stadt und den Freibergern? "Freie Presse" fragt nach. Heute: Richard Thum, Vereinschef des Bergmusikkorps Saxonia.

Wie ist die momentane Situation bei Ihnen und wie sehen Sie die derzeitigen touristischen Möglichkeiten in Freiberg?

Nachdem unser Vereinsbetrieb ein Vierteljahr ruhen musste, kehren wir mehr oder weniger zum regulären Betrieb zurück. Das heißt, unser Orchester probt seit Ende Mai wieder und die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses ist angelaufen. Orchesterproben finden mit einem Abstand von drei Metern zwischen den Musikern unter freiem Himmel statt. Einerseits eine musikalische Herausforderung, andererseits muss das Wetter mitspielen. Freiberg hat sich in der Krise gut aufgestellt. Die Aktivitäten zur Belebung der Altstadt sind beispiellos und zeugen von Willenskraft und Stärke, mit der Situation umzugehen. Die Planungen für ein Bergstadtfest Anfang September sind mutig und geben Hoffnung. Das und die Tatsache, dass viele über einen Urlaub innerhalb des Landes nachdenken, kann den touristischen Chancen Freibergs nur dienlich sein. Es wäre wünschenswert, dass alle an einem Strang ziehen.

Welche Hoffnungen verbinden Sie mit der Landesausstellung?

Die Landesausstellung ist eine der Möglichkeiten, überregional auf Freiberg aufmerksam zu machen. Die Besucher können sich hier nicht nur über 800 Jahre Silberbergbau informieren, sondern auch die vom Bergbau geprägte Landschaft und Kultur sehr authentisch erleben. Damit verbindet sich die Hoffnung, dass die Besucher nicht nur die Reiche Zeche, sondern die gesamte Stadt als Ziel betrachten.

Wie können Sie die Landesausstellung für sich nutzen?

Wir planen mit dem Förderverein Himmelfahrt Fundgrube ein bergmännisches Serenadenkonzert im September, welches örtlich und inhaltlich direkt an die Landesausstellung anknüpft. Damit soll eine Brücke zwischen der Landesausstellung und der bergmännischen Traditionspflege geschlagen werden. wjo

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