Freiberger Forscher sind eine Runde weiter

Konzept für Aufbereitung von Reststoffen aus dem Kupferbergbau erfolgreich

Freiberg.

Mit seinen Ideen für die Aufbereitung von Rückständen aus dem Kupferbergbau in Chile hat sich ein vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) koordiniertes Wissenschaftlerteam in einem internationalen Innovationswettbewerb unter 153 Bewerbern durchgesetzt. Wie Anne-Kristin Jentzsch vom HIF mitteilt, haben die Forscher die nächste Runde gemeinsam mit neun weiteren Teams erreicht.

Das Konzept für den Wettbewerb basiere auf modular angeordneten Verarbeitungsschritten für Flotationsrückstände und Prozesswasser und sei von Bergbauexperten erarbeitet worden, so die Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit weiter. Zu den Partnern unter Koordination des Recomine-Büros am HIF gehöre die TU Bergakademie Freiberg mit ihren Instituten für Anorganische Chemie, für mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik, für Thermische Verfahrenstechnik, Umwelt- und Naturstoffverfahrenstechnik sowie für Nichteisen-Metallurgie und Reinststoffe. Außerdem seien die G.E.O.S. mbH, das FILK Forschungsinstitut für Leder- und Kunststoffbahnen sowie das Sustainable Minerals Institute der Universität Queensland in Australien beteiligt.

Das britisch-australische Rohstoffunternehmen BHP (ehemals Broken Hill Proprietary) habe die "BHP Tailings Challenge" ins Leben gerufen, heißt es weiter. Der Wettbewerb fördere innovative Lösungen für die Verwertung von Bergbaurückständen. Chile sei der weltweit führende Kupferlieferant. Dabei fielen große Mengen Reststoffe an, aus denen Kupfer und andere Nichteisenmetalle derzeit nicht vollständig herausgelöst werden könnten.

"Unser Ansatz berücksichtigt drei vielseitig anwendbare Module: ein Modul zur Aufbereitung von Abraumhalden mit anschließender Wertstoffmineralgewinnung, ein Modul zur Aufbereitung von Feststoffen zur Verwertung des Materials als Baustoff und ein Modul zur Wasseraufbereitung, um die wertvolle Ressource Wasser zu recyceln. Wir glauben, dass unser Ansatz den Bergbau sowie die Umweltbedingungen verbessern wird", sagt Koordinator Philipp Büttner. Das Konzept sei am 19. Januar 2021 vorgestellt worden. Die Teams müssen nun die Machbarkeit ihrer Idee experimentell nachweisen. Im Sommer 2021 würden dann die drei Finalisten ausgewählt, die ihre Ansätze vor Ort demonstrieren dürfen.

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