Fußgängerüberweg an der Ehernen Schlange: Mit paar Schildern ist es nicht getan

Amtsleiter Martin Seltmann erklärt, warum der Kreisverkehr Eherne Schlange nicht vor 2023 Fußgänger-Überwege erhalten soll.

Freiberg.

Mit ein paar Schildern und etwas Farbe kann man höchsten einen Kreisverkehr auf einer Modellbahnanlage ausstatten - das hat Martin Seltmann vom Freiberger Stadtentwicklungsamt auf eine Anfrage von "Freie Presse" hin erklärt. Der Amtsleiter war gefragt worden, warum das Einrichten von Fußgängerüberwegen am Kreisverkehr Eherne Schlange erst für den Mittelfristigen Investitionsplan 2023/24 angemeldet werde: "Geht es da nicht nur um ein paar Schilder und etwas Farbe?"

Der Kreisverkehr an der Ehernen Schlange müsse nach den anerkannten Regeln der Technik und den gültigen Rechtsvorschriften hergestellt und unterhalten werden, so Seltmann. Für Fußgängerüberwege schreibe die Richtlinie RFGÜ 2001 vor, dass die Verkehrszeichen entsprechend DIN 67520 mit einer speziellen Reflexfolie der Bauart Typ 3 zu versehen seien. Zudem seien die Richtlinie für die Markierung von Straßen (RMS) sowie die zusätzlichen technischen Vorschriften und Richtlinien für Markierungen auf Straßen (ZTV-M) zu beachten.

Zudem benötigten Fußgängerüberwege an Kreisverkehren eine spezielle Beleuchtungsanlage: "Dies ist zwingend erforderlich, um die Markierung auch bei Nacht und regennasser Fahrbahn für Fußgänger erkennbar zu machen."

Das Projekt ist Teil des Verkehrsentwicklungsplans, den die Stadt Freiberg im Internet auf ihrer Homepage unter der Rubrik "Leben & Freizeit" im Unterpunkt "Wohnen & Bauen beim Anstrich "Bauleitpläne" veröffentlicht hat. www.freiberg.de

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