Gärtnerei meistert einen Ansturm

Aus nah und fern sind Blumenliebhaber und Kleingärtner nach Dorfchemnitz gekommen, um sich bei der Aktion "Blühendes Sachsen" mit Pflanzen einzudecken. Die ersten Interessenten standen schon vor der Eröffnung vor der Tür.

Dorfchemnitz.

Stimmung wie auf einem Volksfest herrschte am Wochenende in der Gärtnerei Süß in Dorfchemnitz. Die Einrichtung beteiligte sich an der Aktion "Blühendes Sachsen" und die Besucher strömten in Scharen herbei. So mancher traf zum Aktionstag gleichgesinnte Freunde und Verwandte und nutzte die Gelegenheit zum Plausch an den Beeten. Blumenliebhaber, aber vor allem Kleingärtner füllten ihre Einkaufskörbe mit Obst- und Gemüsesaatgut.

"Bereits weit vor Türöffnung 8Uhr standen die ersten Stammkunden am Sonnabend an, die so versuchten, dem nachfolgenden Trubel zu entgehen", erzählte Kathi Richter. Sie gehörte zu den sechs Gärtnerinnen der Firma, von denen viel Puste gefragt war. Ortsunkundige mussten nicht lange nach den Gewächshäusern des in dritter Generation von Jens Süß geführten Familienbetriebes suchen: Eine Armada an Fahrzeugen säumte beidseitig die Hauptstraße des Ortes und zeigte, dass Schreber- und Hausgartenfans, auch aus Leipzig und dem Erzgebirgskreis kommend, bis an den Chemnitzbach gereist waren.


Mit einem voll beladenen Kofferraum machten sich auch Silvia und Lutz Neugebauer wieder nach Dresden auf die Heimfahrt. "Seit Jahren kaufen wir in Dorfchemnitz unsere Tomaten- und Gurkenpflanzen, dafür ist Jens Süß bis in die Metropole bekannt. Dessen Ware schmeckt", betonte der Elbestädter. Er wusste wie manch anderer Besucher auch die Tipps der Gärtner zu schätzen, die nicht mit guten Ratschlägen geizten und für ihren grünen Service geschätzt werden. Über den Ladentisch gingen genauso Einpflanzungen, Düngemittel und Pflanzenschutzutensilien.

Aus Rechenberg-Bienenmühle waren Christina und Willy Göpfert gekommen, um ebenfalls ihren Pkw mit Pflanzgut für den 700 Quadratmeter großen Kleingarten zu bestücken. "Zur Gärtnerei Süß kommen wir sehr gern, die Qualität ist klasse, wir staunen, was der Gärtnermeister mit seinem Team auf die Beine stellt", erklärten sie. Durch Werbung neugierig geworden, war Carina Dintert erstmals aus Langhennersdorf angereist, um Tomaten, Gurken und andere Pflanzen zu kaufen. "Im Internet habe ich mich vorher noch über den Betrieb informiert. Ich bin echt überrascht, welch Andrang hier herrscht. Dies ist für mich ein Zeichen, dass das Angebot geschätzt wird, Qualität und Service sprechen sich herum."

Nicht minder begeistert von Dill, Petersilie und Majoran zeigte sich Rosa Amalia Thümer aus Kirchbach bei Oederan an der Seite ihrer Mutter. "Ich habe im Kleingarten unserer Familie ein eigenes Beet und da darf ich anbauen, was ich möchte", verriet die Neunjährige, die ein Brokkoli- und Rosenkohl-Pflänzchen in ihrem Korb verstaute. "Klar kümmere ich mich um meine Einkäufe, ich gieße sie auch mit meiner kleinen Gießkanne", betonte die junge Hobbygärtnerin.


"Gänseblümchen ist Favorit"

Die Gärtnerei von Jens Süß beteiligte sich zum 18.Mal am Aktionstag "Blühendes Sachsen". Christof Heyden sprach mit dem Gärtnermeister.

Alle Jahre wieder rücken Sachsens Gärtner eine Pflanze ins Rampenlicht. Welche ist es 2019?

Diesmal ist das Rosa Gänseblümchen unser Favorit, fachmännisch als Brachyscome Angustifolia Fresco Candy bezeichnet. Eine einjährige Pflanze, die tolerant gegenüber Hitze und Regen ist, reich über den Sommer blüht und viel von Insekten besucht wird. Leicht überhängend, ziert sie den Balkon genauso wie das Beet. Sie ist sehr beständig. Manchem dürfte die blaue Variante bekannter sein.

Leidenschaftlicher Geschmack lautet eine Ihrer Devisen. Dabei ist längst nicht mehr nur die Tomatensorte Harzfeuer gemeint.

Von Jahr zu Jahr haben wir unser Sortiment gerade bei Tomaten erweitert. Diesmal konnten die Kunden unter 48 Sorten von Andenhörnchen bis Red Zebra wählen. Während Harzfeuer eher zu den Auslaufsorten gehört, sind Pepe, Trilly, Red Pear und Cookie die Renner, eine Sorte war bereits am Samstagnachmittag ausverkauft.

Wie erklären Sie sich den Besucheransturm?

Da dürften viele Argumente eine Rolle spielen. Die Vielfalt des Angebots, Beratungshinweise, die Qualität der Ware. Vielleicht auch jenes, dass wir, bedingt durch unsere Tallage, ein frostbeständiges Sortiment heranziehen. In Dorfchemnitz durchdringt die Kälte unseren Betrieb, härtet aber die Pflanzen durchaus ab, die dann auch bei den Kunden weniger empfindlich sind. Die wissen vor allem unsere vor Ort produzierte Ware zu schätzen. hy

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