Gerüste-Hersteller auf Wachstumskurs

Das Großschirmaer Unternehmen Alfix spendete 11.000 Euro an den Dresdner Verein Sonnenstrahl. Doch das ist nicht die einzige gute Nachricht aus der Gerüstbaufirma.

Großschirma.

Sieben Millionen Euro hat der Großschirmaer Gerüste-Hersteller Alfix in seine neue Produktionshalle an der Langhennersdorfer Straße investiert. Ende Oktober fand die Eröffnungsfeier für die 3000 Quadratmeter große Halle statt. Dabei veranstaltete das rund 200 Mitarbeiter zählende Unternehmen eine Auktion, bei der Gerüstmaterial versteigert wurde - 11.000 Euro kamen zusammen. Diese Einnahmen sollten für einen guten Zweck gespendet werden. Bei der Suche nach einem geeigneten Empfänger stieß Alfix auf den Dresdner Verein Sonnenstrahl, der sich um krebskranke Kinder und ihre Familien kümmert.

Am gestrigen Mittwoch überreichten Olaf Rammo und Andreas Meier, die beiden Geschäftsführer von Alfix, einen Scheck über 11.000 Euro an Gabriele Häfner, Vorstandsmitglied im Verein Sonnenstrahl. Das Geld soll für die psychosoziale Beratung genutzt werden, sagte Gabriele Häfner. "Wir haben drei Psychologen, die sich um die Kinder, ihre Geschwister und ihre Eltern kümmern", so die Dresdnerin. Nach ihren Erläuterungen sagte Alfix-Chef Andreas Meier: "Wir wollten etwas Gutes tun. Die Entscheidung für den Verein Sonnenstrahl war richtig." Genau wie Olaf Rammo will er sich das Domizil des Vereins mit Beratungsstelle und zwölf Elternwohnungen gern einmal anschauen.

Doch zurück zu Alfix. In den vergangenen Jahren wurden die Lagerflächen saniert. Jetzt setzt das Unternehmen eigenen Angaben zufolge ein umfangreiches Investitionskonzept um, dessen erster Teil die große Produktionshalle ist. Im Oktober erfolgte laut Andreas Meier die vollständigen Übernahme der Firma Alfix durch die Familie Meiser, die bereits seit 2012 zu 50 Prozent am Unternehmen beteiligt war. "Damit ist der Plan, weiter zu investieren, klar gesteckt", sagte der gebürtige Sonneberger. Dabei gehe es um den Ausbau der Infrastruktur sowie der Fertigungsstätte und den Kauf weiterer moderner Maschinen und Anlagen.

Das Unternehmen Alfix wurde 1947 als Sägewerk im Spessart gegründet. Damals wurden Holzgerüste gefertigt. Heute umfasst das Portfolio Gerüstsysteme, die mit anderen marktüblichen Gerüstsystemen weitgehend kompatibel sind. Alfix produziert zwei verschiedene Fassadengerüstsysteme, zwei Modulgerüstsysteme, ein eigenes Wetterschutzdach und Zubehörteile. Auch statische Berechnungen und Zeichnungen im Projektbereich sowie Finanzdienstleistungen werden angeboten. Inzwischen ist Alfix eigenen Angaben zufolge einer der führenden Gerüstanbieter in Deutschland. Der Umsatz konnte laut Geschäftsführung seit 2012 verdoppelt werden. Das Unternehmen setzt weiter auf Expansion. "Die Märkte sind vorhanden, der Bauboom hält weiter an", schätzte Meier ein. Alfix sei weitestgehend im europäischen Raum tätig, vor allem auf dem deutschen Markt. "In Finnland haben wir beispielsweise einen Marktanteil von 40 Prozent", so Meier. Immer öfter tätige das Unternehmen aber auch außereuropäische Geschäfte. Dies soll weiter forciert werden.

Derzeit absolvieren 16 junge Leute, darunter auch ein Vietnamese und ein Syrer, eine Ausbildung bei Alfix. "Es könnten noch mehr sein - wir brauchen dringend Nachwuchs", sagte Geschäftsführer Rammo, der Saarländer ist. Dass heute ein Teil der Mitarbeiter aus Polen kommt, liege auch daran, dass es in Deutschland seit 20 Jahren keine Fachausbildung für Schweißer mehr gibt. Geschäftsführer Rammo erzählt, dass fünf polnische Mitarbeiter inzwischen mit ihren Familien in Freiberg wohnen und gut integriert sind. "Und wir brauchen die Leute", ergänzte er.

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