Hilfe bei Einkäufen: Stadt Freiberg organisiert Hotline

Laut Oberbürgermeister Sven Krüger sollen Menschen in persönlichen Notlagen und Risikofällen, die nicht auf Hilfe von Familie, Freunden oder Nachbarn zurückgreifen können, unterstützt werden.

Freiberg.

Die Stadtverwaltung Freiberg richtet ab Dienstag eine Notfall-Hotline ein. Das kündigte Oberbürgermeister Sven Krüger am Montagnachmittag in einer Pressemitteilung an. Die Hotline mit der Telefonnummer 03731 273 333 ist demnach ab Dienstag, 9 Uhr besetzt und dann täglich zu den bekannten Öffnungszeiten der Verwaltung zu erreichen. "Die Hotline wird eingerichtet für Menschen in persönlichen Notlagen und für Risikofälle, die nicht auf Hilfe aus der Familie, von Nachbarn oder Freunden zurückgreifen können. Es wird Hilfe bei notwendigen Einkäufen und Apothekenbesuchen angeboten", so Krüger.

Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (Corona-Stab) hat am Montag wegen des Corona-Virus, der auch Freiberg erreicht hat, erneut getagt. "Oberste Priorität ist es, die Infrastruktur aufrecht zu halten", betonte Krüger. Dafür seien zahlreiche Vorkehrungen getroffen - von Teams, die in Schichten arbeiten, bis zum Homeoffice. Das Rathaus mit Standesamt und Meldewesen bleibt laut der Mitteilung weiter geöffnet, alle anderen Einrichtungen schließen ab Dienstag. "Bitte klären Sie Ihre Anliegen möglichst auf elektronischem Weg oder telefonisch", bittet OB Krüger. Alle dafür notwendigen E-Mail-Adressen und Telefonnummern seien unter www.freiberg.de unter "Behörde" bzw. "Anliegen" zu finden.

Die Sprechstunden im Sozialamt würden bis auf Weiteres eingestellt. Eine Kontaktaufnahme sei über die Hotline-Nummer oder soziales_gleichstellungsbeauftragte@freiberg.de möglich.

Das Rathaus bleibe weiter geöffnet - das gelte für das Rathaus am Obermarkt 24 sowie das Bürgerhaus, Obermarkt 21. Auch alle Kitas bleiben für die Notfallbetreuung offen, dafür sei der Antrag auf Unabkömmlichkeit notwendig. Am Montag haben die betroffenen Eltern laut OB Krüger "sehr besonnen reagiert". Auf Anfrage von "Freie Presse" fügte er hinzu: "Es gab kein Chaos, und mittlerweile wurde eine landeseinheitliche Regelung ab Mittwoch getroffen. Damit ist unsere die gleiche Zielsetzung umfassende Regelung hinfällig." Krüger zufolge hatten die Eltern durch die Entscheidung der Stadt Freiberg vom Freitag bereits die Möglichkeit, sich am Wochenende darauf einzustellen, was in den meisten Fällen sehr gut funktioniert habe.

Laut dem Rathauschef schließen alle anderen städtischen Einrichtungen für Besucher, das gilt für das Stadthaus II und die Tourist-Information. Die Kommunikation werde telefonisch oder per E-Mail aufrechterhalten. Es sei sichergestellt, dass jeweils Ansprechpartner für die Bürger verfügbar sind.

Alle Gremiensitzungen seien bis 19.April ausgesetzt.

Eheschließungen finden laut Krüger ab sofort bis auf Weiteres nur noch im Schloss Freudenstein statt, hierbei gilt eine maximale Anzahl der Festgäste inklusive Brautpaar von 15 Personen plus Standesbeamtin. Es wird gebeten, die Anzahl auf zehn Gäste zu minimieren.

Bibliothek, Museum und Nikolaikirche bleiben ab sofort bis auf Weiteres geschlossen.

Tierpark und Friedhof bleiben weiter geöffnet, jedoch gilt hier "Besuch auf eigene Gefahr". Darauf wird laut der Mitteilung auf Schildern an allen Eingängen hingewiesen - auch darauf, Abstand von anderen Menschen zu halten und Menschengruppen zu vermeiden.

Geöffnet bleiben auch die öffentlichen Toiletten.

Sämtliche Sportveranstaltungen sind abgesagt, alle Sportstätten ab Dienstag geschlossen.

Alle Veranstaltungen Externer, die im Rathaus vorgesehen waren, werden abgesagt (Blutspende ausgenommen).

Zudem betont Krüger: "Die Stadt stellt keine Baustellen ein. Sie werden alle fortgeführt."


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