Keine Standgebühren für "Christmarkt light"

Bei der Corona gerechten Variante des Adventszaubers in der Innenstadt sparen Gewerbetreibende in diesem Jahr die Platzmiete. Die Freiberger rechnen mit weniger Besuchern.

Freiberg.

Händlern und Gewerbetreibenden, die sich an den Außenveranstaltungen zum diesjährigen Weihnachtsmarkt in Freiberg beteiligen, bleiben die Sondernutzungsgebühren erspart. Die Rathausspitze bezieht sich bei ihrer Ankündigung auf den Beschluss des Stadtrates, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu mildern.

Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) bezog sich vor Stadträten in der öffentlichen Sitzung am Donnerstag auf positive Rückmeldungen von Gewerbeverein und Innenstadthändlern und kündigte an, dass weiter auf Sondernutzungsgebühren verzichtet wird, nur Betriebskosten sind zu zahlen.

Diese Regelung betreffe Wirtschaftsgärten, also Biergärten mit leichter Bestuhlung, Verkaufseinrichtungen wie Buden und Werbeanlagen wie Werbeaufsteller und gilt auch für die Adventszeit. Damit reagiert die Stadt auch auf Hinweise von Händlern, die in der Adventszeit mit deutlich weniger Besuchern rechnen als in Vorjahren.

Krüger hatte am Donnerstag ein Konzept für "Weihnachtszauber in der Silberstadt" angekündigt, das die Stadtverwaltung anstelle des klassischen Christmarktes vorbereitet. Mit dem Gewerbeverein werde dazu derzeit beraten. Den Weihnachtsmarkt bezeichnete das Stadtoberhaupt als "ganz wichtiges Thema". Und: Weihnachten in der Innenstadt werde man nicht auslaufen lassen. Es werde "Duft von Mandeln und Glühwein in der Stadt" geben. Am 24. November - dem ursprünglich geplanten Eröffnungstag für den Markt - soll das Anschieben der Pyramide im Internet via Live- stream übertragen werden. Über die Fußgängerzone sollen verteilt dann an Ständen und in sonst leer stehenden Geschäften Kunsthandwerk, Räucherkerzen, Süßwaren und ähnliche Artikel verkauft werden. 90Prozent der Christmarkt-Händler, habe eine Umfrage ergeben, hätten Interesse.

Ab dem 1. Dezember, wenn die derzeitige Corona-Schutzverordnung mit Verbot von Weihnachtsmärkten ausläuft, sind unter anderem ein kleiner Markt und Besuche vom Weihnachtsmann denkbar, so der OB. In Prüfung seien weitere Glühwein- und Speisenstände sowie Biergärten in der Innenstadt, Freiberger Christmarkttassen könnten in Umlauf kommen. Auf dem Obermarkt könnten nach jetzigem Stand der Dinge bis zu 100 Besucher im Umkreis von zehn Buden Platz finden. (grit/jan)

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