Kleinwaltersdorfer Jugendwehr hat Termin mit dem Rathauschef

Am 16. Juni überreicht der Freiberger OB den jungen Brandschützern den Jugendpreis der Stadt. Das ist allemal verdient.

Freiberg / Kleinwaltersdorf.

Ordentlich stellt Maria Euringer die Kübelspritze neben die Schläuche. Alles ist jetzt bereit für die Übungseinheit der Jugendfeuerwehr Kleinwaltersdorf. "Wir müssen die Gruppenstafette trainieren", sagt Euringer. "Damit bereiten wir uns auf den Wettkampf um den Pokal des Bürgermeisters von Oberschöna vor, an dem wir teilnehmen."

Im Juni wird das sein. Im gleichen Monat ist aber noch ein weiterer wichtiger Termin für den Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Kleinwaltersdorf. Am 16. Juni nämlich bekommen sie im Rahmen des Sommerfestes der Kita "Kastanienzwerge" aus den Händen von Oberbürgermeister Sven Krüger (SPD) den Jugendpreis der Stadt Freiberg überreicht.

"Es ist schön, dass es möglich war, die Übergabe in diesem Rahmen zu machen", sagt Ortswehrleiter Alexander Löwe, und man kann ihm den Stolz auf die junge Truppe durchaus anhören. Er war es, der den entsprechenden Vorschlag für den Preis einbrachte, vor allem, um der Arbeit, die die Kinder und Jugendlichen leisten, mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen. "Die meisten sehen nicht, wie viel Zeit und Einsatz investiert wird", meint er.

Während die Jugendwartin letzte Vorkehrungen trifft, trudeln langsam ihre Schützlinge ein. Alle zwei Wochen am Freitagnachmittag kommen sie zum Gerätehaus am Walterstal, um Übungen zu trainieren oder theoretisches Wissen zu erlangen. 16 Mitglieder im Alter zwischen 6 und 18 Jahren, darunter vier Mädchen, hat die Jugendfeuerwehr in Kleinwaltersdorf, eine Zahl, von der andere Orte nur träumen können. Seit vier Jahren steht ihnen Maria Euringer vor, die selbst einmal eine von ihnen war.

"Seit der Gründung der Jugendfeuerwehr 1995 sind 19 von ihnen zu aktiven Mitgliedern geworden", berichtet Alexander Löwe. Nicht alle seien jetzt noch im Kleinwaltersdorf wohnhaft, doch ist die gute Jugendarbeit ein Grundstein dafür, dass in dem kleinen Ortsteil Freibergs 35 Kameraden aktiv im Dienst sind. Feuerwehr lebe eben von Leidenschaft, so Löwe, und diese erfasst einen hier schon in jungen Jahren.

Die Aktivitäten des Nachwuchses sind neben den Übungseinheiten auch durchaus anderer Natur. "Wir gehen regelmäßig gemeinsam wandern und schwimmen", berichtet Maria Euringer. "Wir freuen uns auch schon darauf, in diesem Jahr eine Schlauchboottour auf der Mulde zu machen, ein Geschenk der älteren Feuerwehrkameraden."

Mit dem Geld, welches an dem Jugendpreis hängt, wird eine Reise ins Leipziger Jump-Haus finanziert. Keine schlechte Idee, finden sich damit doch drei wichtige Dinge vereint, welche den Alltag der Jugendfeuerwehr ausmachen: Gemeinsamkeit, körperliche Betätigung - und jede Menge Spaß.

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