Kreis-CDU: Keine Koalition mit Linkspartei

Unionspolitiker weisen den Vorstoß aus Schleswig-Holstein zurück: Derartige Gedankenspiele würden sich verbieten.

Freiberg.

CDU-Politiker aus Mittelsachsen erteilen einem Bündnis mit den Linken nun eine klare Absage: "Ministerpräsident Günther hätte zu diesem Thema lieber geschwiegen", reagierte der Freiberger Landtagsabgeordnete Steve Ittershagen in einer gestern verbreiteten Stellungnahme der Kreis-Union. Auch der Kreisvorsitzende Sven Liebhauser schließt jegliche Zusammenarbeit mit der Linkspartei aus. "Koalitionen mit der SED-Nachfolgepartei wird es mit uns nicht geben", so der Landtagsabgeordnete aus Döbeln.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte eine Debatte über eine Zusammenarbeit von CDU und Linken in Ostdeutschland ausgelöst, als er Koalitionen mit der Linkspartei künftig nicht mehr ausschloss. Er wies dabei auf die schwierige Regierungsbildung in den östlichen Bundesländern hin.

Aus der rund 1000 Mitglieder starken Kreis-CDU hieß es gestern dazu, derartige politische Gedankenspiele verbieten sich für die mittelsächsischen CDU-Mitglieder per se. Die CDU-Politiker sind sich einig, dass es mit den Nachfolgern der Verantwortlichen für mehr als 40 Jahre kommunistische Herrschaft und Unterdrückung in der DDR keinerlei Zusammenarbeit geben darf.

Holger Reuter, Vorsitzender des Stadtverbandes Freiberg, wies auf die politisch unterschiedliche Ausrichtung beider Parteien hin. In allen maßgeblichen politischen Fragen könnten die CDU-Verantwortungsträger auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene keine Gemeinsamkeiten feststellen. Insbesondere mache ein Blick in das aktuelle Parteiprogramm der Linkspartei deutlich, dass "in alter Tradition und anknüpfend an die fundamentale Ablehnung des politischen und gesellschaftlichen Systems der Bundesrepublik, die Abschaffung des jetzigen Staatssystems die zentrale Botschaft des Parteiprogramms ist".

Kreistagsfraktionschef Jörg Woidniok unterstrich, dass es das Ziel der mittelsächsischen als auch der sächsischen Union ist, bei den Landtags- und Kommunalwahlen 2019 in Sachsen starke Ergebnisse für die CDU zu erreichen. (grit)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...