Leseunlust war gestern

Die Sparkassen-Stiftung will ältere Schüler für Bücher begeistern. Stadtbibliothek und "Freie Presse" ziehen mit.

Freiberg.

Vanessa und Josefine lesen nicht allzu gern. Das soll sich jetzt ändern. Die beiden Sechstklässlerinnen aus der Freiberger Clara-Zetkin-Oberschule nehmen an einem Pilotprojekt teil, das die Sparkassen-Stiftung für Kunst und Kultur in Kooperation mit Stadtbibliothek und "Freie Presse" organisiert. Anliegen ist es, ältere Schüler zum Lesen zu bringen. Insgesamt beteiligen sich rund 120 Schüler aus fünf sechsten Klassen der Zetkin-Oberschule und der Oberschule "Gottfried Pabst von Ohain".

Beim gestrigen Auftakt im Kornhaus bekamen Vanessa, Josefine und ihre 20 Klassenkameraden ein spezielles Lesezeichen. Darauf gibt es für jedes ausgeliehene und zurückgebrachte Buch oder für digitale Medien einen Stempel. "Wer sechs Punkte schafft, bekommt ein Geschenk", sagte Beate Löwe. Die Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek hatte die Idee für das Projekt.

Wenn 70Prozent der Schüler einer Klasse jeweils sechs Punkte gesammelt haben, fließt ein Zuschuss in die Klassenkasse. Laut Indra Frey, der Chefin der Sparkassen-Stiftung für Kunst und Kultur, sind bis zu 200 Euro drin. Für das Lese-Projekt, das bis zum 15.Juni läuft, sei ein Betrag im unteren vierstelligen Bereich vorgesehen. Die Lokalredaktion der "Freien Presse" bietet den beteiligten Klassen zudem einen Redaktionsbesuch an.

Am Montagnachmittag war den Schülern die Freude am Stöbern in den Bücherregalen anzusehen. Vanessa entschied sich letztlich für "Harry Potter und der Stein der Weisen" von J. K. Rowling und Klaus Fritz, und Josefine will Erin Hunters "Warrior Cats - Donnerschlag" lesen. Ihre Deutschlehrerin Lea Müller, selbst eine Leseratte, begrüßt das Projekt. "Ich denke, dass es für die Schüler eine große Chance ist, ans Lesen herangeführt zu werden." Die Klasse sei sehr motiviert. Und auch im Unterricht solle über die gelesenen Bücher gesprochen werden.

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