Mehr Mädchen bei der Feuerwehr

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Trotz Coronapandemie ist der Zuspruch zu den Jugendabteilungen in Mittelsachsen groß. 2020 zählten sie sogar 39 junge Akteure mehr als im Vorjahr.

Freiberg.

Auch in Zeiten der Coronapandemie begeistern sich in Mittelsachsen Mädchen und Jungen für die Nachwuchsabteilungen der freiwilligen Feuerwehren. Laut jetzt vorgelegter Jahresstatistik 2020 bestehen in den 213 Ortsfeuerwehren insgesamt 100 Jugendfeuerwehren, die 1553 Mitglieder und damit 39 Akteure mehr als 2019 zählen.

"Derzeit gehören 1115 Jungen und 438 Mädchen den Jugendabteilungen an. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil der Mädchen Jahr für Jahr wächst", konstatiert Kreisjugendfeuerwehrwart Roy Schlesinger. Ihr Anteil sei binnen zehn Jahren von 20 auf 40 Prozent aller jungen Akteure gestiegen. "Das gleich berechtige Mitwirken an Strahlrohr und Schläuchen macht den Mädchen genauso Spaß, immer öfter verstärken auch sie später die Einsatzabteilungen", weiß Schlesinger.

Zudem unternehmen 226 Jüngere in 16 Kinderfeuerwehren erste spielerische Schritte zum Thema Brandschutz und Hilfeleistung. Als beachtlichen Fakt hebt Roy Schlesinger das Hinüberwechseln von 109 jungen Leuten in die operativen Abteilungen der freiwilligen Feuerwehren hervor. "Mehr denn je sichern die Einsatzgruppen ihre neu hinzugewonnenen Rettungshelfer über die Jugendarbeit. Insofern genießt dieses Engagement gerade bei gestandenen Feuerwehrleuten und Verantwortlichen große Anerkennung", so der 31-jährige Freiberger.

Der seit 2017 als Kreisjugendfeuerwehrwart agierende Hauptlöschmeister stellt fest, dass die stetig gewachsene Kameradschaft und das gute Klima in den Jugendabteilungen das Erfolgsrezept des belastbaren Miteinanders unter nicht einfachen Corona-Bedingungen sind. "Unser Nachwuchs konnte nur im Sommer und Frühherbst einer geplanten gemeinsamen Freizeitarbeit nachgehen", sagt er. Insgesamt stünden 1207 unterschiedlichste Veranstaltungen der Nachwuchsgruppen in Mittelsachsen zu Buche. "Und da wurde wieder einiges geboten", so Schlesinger: "Die kleinen Einsatzübungen an der Technik der Erwachsenen machen den Einsteigern Spaß. Unsere Mitglieder erreichen ihre Alterskameraden umso mehr, wenn sie deren Interesse für Exkursionen, Grillabende oder Fahrten ins Zeltlager wecken. Da wollen die Kumpels mit dabei sein und schließen sich den Jugendfeuerwehrgruppen gern an."

Der Kreisjugendwart verweist auf pfiffige Ideen der Jugendfeuerwarte. "Gerade im Lockdown haben sie sich bemüht, ihre Truppe zusammenzuhalten. Da wurden zurückliegend Weihnachtskarten geschrieben, kleine Geschenke verschickt oder via Internet gemeinsam gechattet." Die sozialen Netzwerke seien geeignet, die jungen Leute zu erreichen und zu motivieren. Dennoch: "Webkontakte ersetzen nicht die im Gerätehaus und bei Aktionen gepflegten sozialen Kontakte. Wir sehnen das Ende des Lockdowns herbei", so Roy Schlesinger.

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