Mittwochs sind nun zwei Suppen im Angebot

Flöhaer Volkssolidarität erhält Unterstützung von der "Aktion Mensch"

Flöha.

Kay Schwarz steht am Herd der Flöhaer Vereinsküche der Volkssolidarität und rührt mit überdimensional großen Kochlöffeln in riesigen Behältern die köchelnden Speisen. Täglich bereitet der Küchenleiter des Mahlzeitendienstes in Flöha zusammen mit seinem Team zirka 1150 Portionen zu. Als im März die Kindertagesstätten durch die Corona-Verordnungen schließen mussten, entschied man sich im Freiberger Kreisverband der Volkssolidarität, in Flöha die freien Kapazitäten zu nutzen und über einen gewissen Zeitraum ein kostenfreies Mittagessen an die Empfänger der Flöha Tafel auszugeben. Jeden Mittwoch wird nun seit Mitte April in der Zeit von 12 bis 14 Uhr eine warme Mahlzeit an die Besucher der Tafel verteilt.

"Angefangen haben wir mit jeweils einer Suppe oder einem Eintopf", erzählt der 45-Jährige, der seit März als neuer Küchenleiter in Flöha tätig ist. Da diese kostenfreie warme Mahlzeit sehr gut ankam, werden nun wöchentlich zwei verschiedene Varianten angeboten. "Etwa 80 Mahlzeiten geben wir an der Tafel aus", sagt Silke Schönherr, Verwaltungsleiterin der Volkssolidarität. Begeistert hält sie ein Schreiben von der "Aktion Mensch", einer deutschen Hilfsorganisation, in den Händen. Diese hatte vor zwei Wochen schriftlich bestätigt, im Rahmen ihrer eigenen Corona-Soforthilfe das Flöha-Projekt "Ambulante Suppenküche" finanziell zu unterstützen. Der größte Teil der anfallenden Kosten wird nun aus diesem Fördertopf gedeckt.

Zwar seien die Kindertagesstätten wieder geöffnet und damit die Kochkapazität hochgefahren, "dennoch werden wir bis Ende Juni weiterhin wöchentlich die Suppen an die Empfänger der Tafel verteilen. Es ist eine sinnvolle Aktion, von der besonders Kinder profitieren, deren Eltern nicht täglich kochen", so Silke Schönherr. Am heutigen Mittwoch stehen Soljanka und Möhreneintopf auf dem Speiseplan.

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