Preußerstraße wird gebaut - aber nur ein Stück

In Siebenlehn steht der Kanalbau an. Die Straße ist marode. Deshalb erhält sie auf einem 70 Meter langen Abschnitt eine neue Decke.

Siebenlehn.

Die Siebenlehner Preußerstraße soll instand gesetzt werden. Allerdings nicht die ganze Trasse, sondern nur ein 70 Meter langer Abschnitt. Auf ihrer jüngsten Sitzung haben die Stadträte der Vergabe der Planungsleistungen und dem grundhaften Ausbau der Straße mehrheitlich zugestimmt.

Hintergrund: Der Abwasserzweckverband Muldental (AZV) will in der Preußerstraße 21 bis 31 einen Kanal verlegen und so sein Kanalnetz erweitern. Allerdings ist die Straße laut Bauamtsleiter Frank Jänich in einem schlechten Zustand. Nach dem Verlegen der Leitungen wäre sie wahrscheinlich völlig hinüber. Deshalb schlug die Stadtverwaltung vor, dass sich die Kommune bei den Arbeiten an der Straße einklinkt und die Trasse auf dem Teilstück grundhaft ausbauen lässt.

Für das Projekt sind im diesjährigen Haushaltsplan bereits rund 30.000 Euro sowie noch einmal 5000Euro für Planungsleistungen vorgesehen. Der Etat ist zwar schon von den Stadträten beschlossen, aber noch nicht vom Landratsamt als Rechtsaufsicht genehmigt. Damit trotzdem mit der Planung begonnen werden kann, sei ein vorzeitiger Baubeginn nötig, "damit wir es bis zum nächsten Winter schaffen", sagte Bauamtsleiter Jänich. Daraufhin stimmten die Stadträte zu, dass die Gelder genutzt werden können, auch wenn der Haushaltsplan noch nicht genehmigt ist.

Die Straße wird laut Verwaltung wie gehabt drei Meter breit ausgebaut. Es gibt zwei Asphaltschichten, die insgesamt 26 Zentimeter dick sind. Darunter wird eine 15 Zentimeter dicke Frostschutzschicht aufgetragen. Bei Planung und Arbeiten agiert die Kommune gemeinsam mit dem Abwasserzweckverband. Ab 4. Februar soll die öffentliche Ausschreibung erfolgen.

Für die Planungsleistungen im Straßenbau hatte das Planungsbüro RKF Ingenieure, Niederlassung Freiberg, der Stadt ein Angebot über reichlich 5000 Euro unterbreitet. Es wurde laut Beschlussvorlage geprüft. Daraufhin vergaben die Stadträte diesen Auftrag an das Büro.

Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) sagte, dass die Kommune Mitglied im AZV Muldental ist und man auch deshalb gut kooperiere. UBV-Stadtrat Joachim Pilz ergänzte, dass es seit Jahren so gehandhabt werde, dass Kanal- und Straßenbau miteinander verbunden werden: "Damit sind wir immer gut gefahren.

Susan Ralle (SPD/Grüne) enthielt sich der Stimme. "Die Preußerstraße ist viel länger als der Abschnitt, der gebaut wird", sagte die Siebenlehnerin. Zugleich fragte sie nach einem Konzept für die Straßensanierungen in der Stadt. Laut Bürgermeister Schreiter beschließt der Technische Ausschuss regelmäßig eine Vorhabenliste. Am 27. Januar soll wieder darüber beraten werden.

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