Schul-Anbau wächst rasend schnell

Auf den Anbau der Ohain-Oberschule ist gestern die Richtkrone gesetzt worden. Für die Schüler läuft fast alles normal.

Freiberg.

Es sei das dritte Richtfest an einer Schule, das man nun feiere. So eröffnete gestern Oberbürgermeister Sven Krüger (parteilos) seine kurze Ansprache im neuen Anbau der Oberschule "Gottfried Pabst von Ohain" im Stadtteil Friedeburg. Der Erweiterung der Förderschule "Albert Schweitzer" und der Richtkrone über dem Neubau der Agricola-Grundschule im Münzbachtal folgt nun die Vollendung des Rohbaus der Ohain-Oberschule. "Die Agricola-Schule wurde ein Jahr eher begonnen, also wurde hier in Friedeburg bereits die Hälfte der Zeit aufgeholt", meinte das Stadtoberhaupt mit Blick auf das nur zögerliche Vorankommen an der Grundschule. "Mal sehen, wer eher fertig ist."

Verglichen mit dem Münzbachtal geht es in Friedeburg in schwindelerregendem Tempo voran. Davon zeigte sich Schulleiter Dieter Heydenreich beeindruckt. "Das ist großartig, was hier bislang geleistet wurde", sagt er. Auch am Bestandsgebäude geht es mit der energetischen Sanierung vorwärts. Es sei trockengelegt worden, außerdem habe man neue Fenster eingebaut und es werde die Fassade gedämmt, verrät Baubürgermeister Holger Reuter. Bis Ende November soll dieser Bauabschnitt abgeschlossen sein. "Es gibt kleinere Einschränkungen für die Schüler", sagt Schulleiter Heydenreich. Doch so sei das nun einmal. Lediglich für die zehnten Klassen sei im ehemaligen Hort an der Paul-Müller-Straße ein Ausweichquartier gefunden worden. "Damit sie sich in Ruhe auf die Prüfungen vorbereiten können", erklärte OB Krüger.

Beinahe wäre vor einigen Jahren die Ohain-Schule geschlossen worden, erinnerte der Rathauschef. Nun investiere die Stadt rund 9 Millionen Euro in Anbau und Sanierung des alten Gebäudes. 5,5 Millionen davon kommen von der Stadt, 3,5Millionen steuern Freistaat und Bund bei. Mitte 2020 soll dann alles abgeschlossen sein. Noch bis August 2019 dauern die Arbeiten am Neubau, ab Juli beginnt dann die innere Sanierung des Bestandsgebäudes. Hinzu kommt die Errichtung einer neuen großen Turnhalle, die sowohl von den Ohain-Schülern als auch von denen der Carl-Böhme-Grundschule und den Sportvereinen genutzt werden soll.

"Bis vergangene Woche Donnerstag gingen wir noch davon aus, dass dies vorerst die letzte Schulbaumaßnahme sein dürfte", erzählte Sven Krüger. "Doch gab es aus dem Förderprogramm 'Brücken in die Zukunft II' kurzfristig 1,5 Millionen Euro zweckgebunden für Schulen, zugewiesen." Das Geld werde nun dazu genutzt, das Nebengebäude der Grund- und Oberschule "Clemens Winkler" auf dem Wasserberg durch einen Neubau mit Mensa und vier Fachkabinetten zu ersetzen.

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