Sonderschau an der Bergakademie: Die vier Freiberger Elemente

Zum internationalen Jahr des Periodensystems der Elemente hat die TU Bergakademie Freiberg eine Ausstellung konzipiert. Angela Kugler-Kießling (links) richtete sie im Lesesaal der Universitätsbibliothek ein. Gezeigt wird sie bis 30. März 2020. Das von den Chemikern Dmitri Mendelejew und Lothar Meyer entwickelte Periodensystem der Elemente beging 2019 seinen 150. Geburtstag. Der Bergakademie kommt in diesem Kontext eine besondere Rolle zu. Durch Freiberger Professoren und Absolventen wurden gleich vier chemische Elemente entdeckt. Am bekanntesten sind wohl die Entdeckungen des Indiums im Jahr 1863 durch Ferdinand Reich und Theodor Richter sowie des Germaniums im Jahr 1886 durch Clemens Winkler. Wenig bekannt ist jedoch, dass auch internationale Absolventen der Bergakademie zwei chemische Elemente entdeckten. Die aus Spanien stammenden Brüder Fausto und Juan Jose Delhuyar, die von 1778 bis 1781 in Freiberg studiert hatten, entdeckten zwei Jahre später in Vergara das Element Wolfram. Das Erz dafür stammte übrigens aus Zinnwald. Ein weiterer Verdienst Fausto Delhuyars ist die Gründung der Bergakademie im damaligen Neu Spanien, in Mexiko-Stadt. An diese Bergakademie ging später ein weiterer spanischer Absolvent der Freiberger Bergakademie: Andrés Manuel del Río. Er entdeckte dort das Element Vanadium. In der Schau zu sehen sind u. a. Briefe, Medaillen, Fotos sowie ein Lötprobierkasten mit einer Originalprobe Germaniumsulfid aus der Winklersammlung von 1886 (rechts). (bk)

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