Spannende Forschung in zehn Minuten

Was machen mit alten Akkus, wie kann mein Diesel sauber fahren? Mit solchen Fragen beschäftigten sich Nachwuchswissenschaftler bei den "Science Sessions".

Freiberg.

Zahlreiche Neugierige haben fünf Wissenschaftlern bei den zweiten "Science Sessions" im Campuscafé SIZ in Freiberg gelauscht und sie mit Fragen gelöchert. Das Spektrum ging von Kohlenstoff im Boden über moderne Röntgenstrahlungsquellen bis hin zum Recycling von Lithiumbatterien, Kulturtheorien und der Rettung des Diesels. Der Haken: Die Wissenschaftler mussten ihre Ergebnisse in nur zehn Minuten den oft fachfremden Zuhörern erklären. "Freie Presse" stellt drei Projekte vor.


Wundermittel Wasserstoff

Unter dem Titel "Wasserstoff - die Rettung des Diesels?" hat Enno Eßler vom Institut für Energieverfahrenstechnik seine Forschung vorgestellt. Problemstellung: Damit Stickoxide durch AdBlue entfernt werden, müssen im Abgastrakt etwa 200 Grad herrschen. Im Stadtverkehr mit viel Stau erreicht man diese Temperaturen nicht. Wasserstoff aber funktioniert schon bei 100Grad. Der Haken: Wasserstoff würde lieber mit Sauerstoff und nicht mit Stickoxiden reagieren.


Kohlenstoff-Speicher

Sophie von Fromm, die am Max-Planck-Institut für Biochemie promoviert, stellte ihre Forschung zum Kohlenstoffgehalt in Böden vor. Aktuell landen 50 Prozent der Emissionen in der Atmosphäre, den Rest nähmen Land und Ozeane auf. Von Fromm untersucht das Alter von Kohlenstoff in Böden. Ihr Zwischenergebnis ist alarmierend: Man überschätze, wie viel die Böden aufnehmen können. In Zukunft könnte mehr Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gelangen, und sich das Klima erwärmen.


Batterien-Recycling

Was passiert mit dem Handyakku, wenn er kaputt ist, wie kann er verwertet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich Denis Werner vom Institut für Mechanische Verfahrenstechnik und Aufbereitungstechnik. Die Rohstoffe, die für die Herstellung einer Batterie gebraucht werden, werden oft "unter nicht ganz so menschenwürdigen Bedingungen" gefördert. Beim Recycling gibt es große Herausforderungen: die Stoffe sind oft brennbar oder gefährden die Gesundheit.


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