Spielgeräte kommen nächstes Jahr wieder

Wo sind die Sachen vom Spielplatz an der Stadtmauer nahe des Donatsturms abgeblieben? Das wollen Leser wissen. Die Stadt stellt eine baldige Lösung in Aussicht.

Freiberg.

Wenn ihre beiden Enkeltöchter zu Besuch in Freiberg sind, gehen Bärbel (74) und Klaus Hunger (78) mit ihnen immer gern zu Spielplatz am Donatsturm. Die acht und zehn Jahre alten Mädchen balancieren und wippen gern oder fahren mit dem kleinen Karussell. Doch jetzt sind plötzlich die meisten Spielgeräte abgebaut. Der Platz macht einen verwaisten Eindruck. "Was ist damit geschehen?", fragten Bärbel und Klaus Hunger bei einem Besuch in der "Freien Presse".

Laut Tiefbauamtsleiter Tom Kunze waren mehrere Geräte des Spielplatzes hinter dem Donatsturm alters- und nutzungsbedingt verschlissen und mussten deshalb abgebaut werden. Er verspricht: "Mit Beginn der Spielsaison 2020 im Frühjahr werden in diesem Bereich verschiedene neue Spielgeräte aufgestellt." Zudem werde das gesamte Spielplatz-Areal überarbeitet.

Die Stadt plane jedes Jahr Gelder für die Reparatur und Teilerneuerung von Spielgeräten ein. Zugleich betont der Amtsleiter, dass der Spielplatz hinter dem Donatsturm "einen besonders hohen Verschmutzungsgrad durch Hundekot" aufweist. Holzteile der Spielgeräte würden immer wieder durch Hundebisse lädiert. Kunze: "Wir möchten an die Hundebesitzer appellieren, den Spielplatz sauber zu halten und zu schützen, wenn sie mit ihren Tieren an der Stadtmauer entlanglaufen."

Unterdessen freut sich Familie Hunger, dass 2020 neue Geräte aufgestellt werden sollen. "Da können wir wieder mit unseren Enkeltöchtern hingehen", so Bärbel Hunger.

In Freiberg gibt es weitere Spielplätze (siehe nebenstehender Beitrag), zum Beispiel auch an der Schmiedestraße und der Waldenburger Straße.


Welche Alternativen gibt es?

Der Spielplatz für 1- bis 18-Jährige:

Die Anlage im Albertpark bietet Möglichkeiten für die ganz Kleinen, beispielsweise jede Menge Sand, Rutschturm und Vogelnestschaukel für die etwas Größeren sowie eine Kletterwand und Sitzmöglichkeiten für die Älteren. Bis zum Alter von 18 Jahren darf er genutzt werden. Der Platz punktet mit Nähe zum Stadtzentrum.


Der Spielplatz in ruhiger Lage: Im Ludwig-Renn-Park gibt es neben einer Mini-Rutsche, einem Wipptier und einer Schaukel für Kleinkinder auch ein Holzkrokodil zum Balancieren sowie natürlich Sand. Die Anlage ist also eher für jüngere Kinder geeignet. Für Eltern und Großeltern stehen Sitzgelegenheiten bereit. Auffallend: Es ist kein Straßenlärm zu hören.


Der Spielplatz am Tierpark: Die Anlage im Rosengarten, vom Tierparkförderverein finanziert, umfasst Kletterturm mit Rutsche und Vogelnestschaukel sowie Balancierstange. Laut Schild darf der Spielplatz von Zwei- bis Sechsjährigen genutzt werden. Zum Ausruhen laden rustikale Bänke ein. Im Tierpark gibt es eine Doppelschaukel und einen Sand-Minibagger.


Der urige Spielplatz: Holzspielhaus, Kletterturm und bemalter Zaun - die Anlage der Städtischen Wohnungsgesellschaft Freiberg, kurz SWG, an der Karl-Kegel-Straße besticht durch ihre liebevolle Gestaltung. Das Besondere daran: Verwendet wurden mehr als 250 Holzbretter, die zum Beispiel beim Bergstadtfest von Kindern bemalt worden sind. (hh)

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