Technischer Defekt löst Stromausfall aus

Als die Lichter wieder angingen, konnte auch der Edeka-Markt in Niederwiesa wieder öffnen. Doch noch nicht alle Geräte laufen wieder.

Niederwiesa.

Gegen 18.30 Uhr am Mittwochabend war er in Niederwiesa wieder da, der Strom. Gut drei Stunden mussten die Menschen im Ort auf die Energie verzichten. Im Gebiet des Envia-M-Netzbetreibers Mitnetz Strom hatte es einen Stromausfall gegeben, wie Envia-M-Sprecher Stefan Buscher mitteilt. Auslöser war ein technischer Defekt in einem Stromkabel in Euba. Dieser löste zwei weitere Störungen in Euba und Niederwiesa aus. Da eine schnelle Reparatur vor Ort und eine Umleitung auf andere Stromnetze nicht möglich war, wurde in Euba vorübergehend eine Netzersatzanlage aufgebaut, die derzeit 57 Haushalte in Niederwiesa und Euba versorgt. Bis Samstag sollen alle Reparaturarbeiten beendet sein.

Als der Strom wieder da war, konnte gegen 19 Uhr auch der Edeka-Markt in Niederwiesa wieder öffnen. "Wir haben gut eine halbe Stunde gebraucht, um die Tiefkühltruhen und die Kassen wieder hochzufahren und die Alarmanlage wieder einzustellen", sagt Marktleiterin Claudia Gabriel und fügt hinzu: "Auch unsere IT-Abteilung hat im Hintergrund gut mitgearbeitet. Daher lief alles reibungslos ab und wir konnten für unsere Kunden bis 20 Uhr wieder öffnen." Nur der Leergut-Automat ging am Donnerstagvormittag noch nicht wieder. "Die Fernwartung konnte das Gerät nicht wieder in Gang bringen, nun müssen wir warten, bis ein Monteur kommt", so Gabriel.

Die größte Befürchtung, dass die Kühlung versagt und Lebensmittel verderben, bestätigte sich für Gabriel nicht. "Unsere Tiefkühltruhen halten die Temperatur etwa sechs bis sieben Stunden lang. Wir haben alle halbe Stunde die Temperatur überprüft, da ist alles gut gegangen", so die Marktleiterin. Auch die Lebensmittel, die im Kühlhaus des Supermarktes gelagert sind, haben den Stromausfall heil überstanden.

Die Apotheke in Niederwiesa konnte am Donnerstag jedoch noch nicht wieder wie gewohnt arbeiten, wie eine Mitarbeiterin informierte. "Bei uns funktionieren die Computer und das Internet noch nicht. Es gibt wohl Probleme mit dem Server", sagt sie. So lange wie dieses Problem noch nicht wieder behoben sei, könnten nur die Medikamente verkauft werden, die vorrätig seien. "Ich kann nicht auf das System zugreifen und beispielsweise Präparate bestellen", erklärt die Mitarbeiterin. So war es auch am Mittwochabend gewesen. Doch schließen musste die Apotheke deshalb nicht. "Das Nötigste hatten wir für unsere Kunden da."

Betroffen waren von dem Stromausfall laut Stefan Buscher 2100 Haushalte. Sollten finanzielle Schäden bei Kunden aufgetreten sein, können diese bei der Rechtsabteilung von Mitnetz Strom angezeigt werden, so Buscher.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.