Dax leichter - Gewinnwarnungen überschatten Zinshoffnungen

Frankfurt/Main (dpa) - Einige Gewinnwarnungen deutscher Konzerne haben die anfängliche Dax-Erholung zunichte gemacht. Am Nachmittag notierte der Leitindex 0,20 Prozent tiefer bei 12.349,23 Punkten.

Der MDax, der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, sank um 0,06 Prozent auf 25.806,96 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich praktisch unverändert.

Der Abfüllanlagenhersteller Krones, die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) und der Maschinenbauer Aumann senkten ihre Geschäftsziele. Zudem enttäuschten die Quartalszahlen der Optikerkette Fielmann und von Europas größtem Zuckerproduzenten Südzucker.

DBAG rechnet mit einem deutlich niedrigeren Konzernergebnis. Die Aktien sackten um mehr als 8 Prozent ab. Der Maschinenbauer und Autozulieferer Aumann schraubte wegen eines enttäuschenden Auftragseingangs im ersten Halbjahr seine Ansprüche an 2019 zurück. Die Papiere brachen um mehr als 18 Prozent auf ein Rekordtief ein.

Krones rechnet für das Gesamtjahr nur noch mit einer Vorsteuermarge von 3 Prozent und damit der Hälfte des bisher Erwarteten. Krones-Titel fielen auf das tiefste Niveau seit Frühjahr 2014 und verloren am SDax-Ende zuletzt rund 19 Prozent. Der Verfall der Zuckerpreise ließ das operative Ergebnis von Südzucker um fast 40 Prozent einbrechen. Die Aktien verloren 2,8 Prozent.

Fielmann verdiente im zweiten Quartal mehr als im Vorjahr, allerdings fiel das Gewinnwachstum nicht mehr ganz so stark aus wie im ersten Jahresviertel. Die Aktien fielen am MDax-Ende um mehr als 4 Prozent.

Spitzenreiter im Dax waren die FMC-Papiere mit plus 4 Prozent. Im US-Gesundheitssystem soll die Zahl der Transplantationen und häuslichen Dialysebehandlungen für Patienten mit dauerhaftem Nierenversagen mittelfristig deutlich gesteigert werden.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,31 Prozent auf minus 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 144,75 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,46 Prozent auf 171,70 Punkte.

Der Euro legte leicht zu auf 1,1267 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,1220 Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8913 Euro gekostet.

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