Böllerverkaufsverbot: Eine ganze Branche fürchtet um ihre Existenz

Hersteller Weco fordert finanziellen Ausgleich in Millionenhöhe. Wird der Böller-Bedarf jetzt mit illegaler Pyrotechnik etwa aus Tschechien gedeckt? Die Bundespolizei verweist auf die Kontrollen im derzeit eingeschränkten Grenzverkehr. Ob das reicht?

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

1818 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 7
    6
    Deluxe
    16.12.2020

    @Einspruch:
    Danke für diesen treffenden Kommentar. Volltreffer!
    365 Tage im Jahr darf man in Hundehaufen treten, vor nicht angeleinten Hunden Angst haben, deren Besitzer sich eins darüber lachen. Aber wenn man einmal im Jahr etwas Feuerwerk zündet, ist man gleich Tierhasser.

    Außerdem sind die Sichtweisen gegen das Feuerwerk viel zu sehr auf die Großstädte fixiert. Wenn ich im Familienkreis auf meinem eigenen Grundstück im Dorf ein paar Raketen zünde, ist das ja wohl nicht mit dem Silvesterterror in den Städten vergleichbar. Ich werfe keine Böller in Menschenmassen, ich schmeiße nicht mit Sektflaschen, ich habe sogar Tiere und bin auch Silvester nicht besoffen.
    Und trotzdem mache ich Feuerwerk und finde es unfaßbar, wie in Deutschland immer und immer mehr verboten wird. Verbotsgesellschaft statt Demokratie. Wofür waren wir 1989 eigentlich auf der Straße???

  • 8
    7
    harmoniummueller
    15.12.2020

    @Einspruch: Das wäre mir 10 Dauem hoch wert - leider geht nur einer :-)

  • 10
    11
    Einspruch
    15.12.2020

    Wirklich erstaunlich, wie die intolerante alternde Gesellschaft auf alles eindrischt, was Spaß machen könnte und ihre Vorurteile pflegt. Beim Feuerwerk sind ehe alle besoffen und haben wer weiß wie viel auf dem Gewissen.
    Also besoffen war die letzten 20 Jahre hier im Block noch keiner, der maßvoll und mit Freude für die Kinder oder Enkel und für sich ein bisschen gezündelt hat. 364 Tage im Jahr tolerieren diejenigen, die sich am Feuerwerk freuen können, das Ruhebedürfnis der Spaßverderber, (es wäre noch was da) Aber diese Oberlehrer können nicht einen Tag tolerieren, ohne sich zu beschweren. Auch die Hundehaufen auf dem Spielplatz und dem Gehweg und das Gekläffe ihrer Lieblinge zu allen möglichen Urzeiten erträgt man. Wer Lebewesen liebt, kann nicht gleichzeitig gerne mal paar Knaller abfeuern. Kleinkarierter im Denken geht es kaum, sowas kommentier ich lieber nicht weiter.
    Als ob es keine Ärzte oder Krankenschwestern oder Tierpfleger oder Tierliebhaber gäbe, die beides könnten.

  • 11
    6
    RingsOfSaturn
    15.12.2020

    Ich vermute mal stark, das Hauptanliegen ist, die Krankenhäuser zu entlasten, Das nachgeordnete Ziel, Ansammlungen von Menschen zu vermeiden.

    Wenn ich noch an meine diversen Beobachtungen zu Silvester denke - Beschuss der Brücken mit Raketen vom Mainufer in Frankfurt, Beschuss und Bewurf von Taxis mit Böllern und Sekt Flaschen auf der Brücke in Heidelberg, das über dem Kopf halten und Abfeuern einer Batterie mitten in der Menschenmenge auf den Landungsbrücken in Hamburg, Abfeuern von Raketen durch die engen Gassen der Altstadt meines Heimatdorfes - bin ich endlich gesagt nicht traurig darum.

  • 8
    17
    chichi
    15.12.2020

    Jeder Mensch, welchem Lebewesen wichtiger als sein eigener Spaß sind, kann nichts gutes an Silvesterfeuerwerk finden. Menschen, denen Lebewesen nicht so wichtig sind, wie ihr eigener Spaß, sollten ebenso behandelt werden, wie sie diese Lebewesen behandeln.

    https://www.tierschutzbund.de/aktion/mitmachen/verbrauchertipps/silvester/

  • 27
    18
    censor
    15.12.2020

    Um ehrlich zu sein: Ich habe schon seit 20 Jahren kein Feuerwerk gekauft und mir die letzten Jahre gewünscht, es würde mit der Knallerei ein bisschen weniger werden.
    Vor allem auf den städtischen Plätzen wurde der Aufenthalt immer unsicherer: Böller, mit denen auf Personen gezielt wurde, sog. Polenknaller, bei uns nicht zugelassen, weil gefährlich - und nicht zuletzt der beißende Qualm, der mich daran hinderte, zu Silvester auch nur ein Fenster zu öffnen. Jede Menge Feuerwehreinsätze wegen Bränden durch Feuerwerkskörper.

    Dann das viele Geld, was buchstäblich in den Himmel geschossen wurde - während anderswo auf der Welt Menschen nicht das Nötigste zum Leben haben.

    Es war etwas übertrieben, aber gleich ganz verbieten? Von hier auf jetzt? Nur wegen Corona?

    Die Grünen sprachen schon vor einem Jahr von gewünschten Verboten. Deshalb vermute ich, dass hier "nebenbei" politische Ziele durchgesetzt werden sollen, die dann einfach zur Regel werden.

  • 21
    27
    harmoniummueller
    15.12.2020

    Das Böllerverkaufsverbot zeigt, wie sehr sich die uckermärkische Spaßbremse vom Volk entfernt und jeglichen Realitätssinn verloren hat. Glaubt die Regierung wirklich, daß der Himmel deswegen zu Silvester dunkel bleibt und jeder solo im stillen Kämmerlein alkoholfrei den Jahreswechsel verschläft? Statt dessen treibt man all die, die nicht darauf verzichten wollen, zu illegalen Beschaffungstouren in die Nachbarländer. Was soll die am Limit arbeitende Polizei noch alles kontrollieren, um das alles durchzusetzen? Der Staat beweißt zur Zeit gerade, daß er nur sehr eingeschränkt in der Lage ist, die Gesamtsituation zu beherrschen. Statt dessen polarisiert man die Bevölkerung ein weiteres Mal und wundert sich dann evtl. noch, wenn die falschen Parteien Zulauf haben.

  • 28
    14
    Bär53
    15.12.2020

    Ein ruhigeres Silvester zum Testen. Ich finde es gut. Wem es zu leise ist, der kann ja umweltfreundlich laut in die Hände klatschen, notfalls mit der Starterklappe eines Sportlehrers. Noch ein Vorteil: Unsere Straßen sehen am 1.1.2021 nicht nach Schlachtfeld aus.

  • 22
    20
    Kaßberger85
    15.12.2020

    Warum ist diese Knallerei eigentlich 99% des Jahres verboten? Aus Sicherheitsgründen oder? Und warum ist es dann ausgerechnet an Silvester jedem besoffenem erlaubt mit Sprengstoff zu hantieren? Mag sein, dass hier eine Branche Probleme bekommt. Aber das liegt dann wohl eher an dem Konzept, dass der Großteil ihres Umsatzes darauf beruft, unbefugten Sprengstoff zu verkaufen und damit Jahr für Jahr tausende Verletzte zu verantworten.

    Fazit kann nur sein, dass Verbot dauerhaft beizubehalten und Feuerwerk nur noch von ausgebildeten Personen zünden lassen. Noch besser wäre natürlich Alternativen zu suchen, wie zB "Feuerwerk" mit Drohnen.

  • 24
    18
    Eichelhäher65
    15.12.2020

    Manche haben einfach nichts anderes im Kopf als Chaos, Knallerei und Alkohol an Silvester, ihnen geht es gar nicht um Neujahr oder Abschied vom alten Jahr, es ist ganz einfach eine Gelegenheit mal wieder mal so richtig "die Sau rauszulassen".
    Entspricht genauso dem Gang auf den Fußballplatz.

  • 25
    16
    lax123
    15.12.2020

    War doch schon immer recht sinnlos. Sturzbetrunken paar Raketen und Böller zünden - es gibt Schöneres. Wers braucht...

  • 42
    46
    Deluxe
    15.12.2020

    Es ist erschreckend, wie eiskalt eine weitere Branche geopfert wird.

    Die einen werden ihre Reste zünden, die anderen besorgen sich die Ware auf dem Schwarzmarkt. Ob es davon besser wird? Ich glaube nicht.

    Es ist zu befürchten, daß dieses Verkaufsverbot (scheinbar hat man sich nicht getraut, ganz offen ein Feruerwerksverbot zu verhängen, deshalb wurde m.M.n. dieser Umweg über das Verkaufsverbot gewählt) nur der Anfang vom Ende ist. Da Feuerwerk besonders bei den Grünen schon lange auf der Agenda steht, wird man das Beispiel 2020 vielleicht nutzen, um ab 2021 zu sagen: Es ging 2020 ohne, dann wird es auch dauerhaft ohne gehen.

    Mit den Argumenten Klimaschutz, Feinstaubbelastung und Tierschutz haben die Feuerwerksgegner ja schon länger versucht, das Silvesterfeuerwerk in Mißkredit zu bringen.

  • 62
    33
    Lexisdark
    15.12.2020

    Abgesehen von deutlich weniger Lärm und Dreck ist es gut für alle Tiere, es kommt nicht zu Verletzungen, Beschädigungen und Bränden. Ist doch auch mal schön.

  • 27
    34
    Chiemsee
    15.12.2020

    @ths1: Freue mich auch für meinen Hund. Muss mich hoffentlich um Mitternacht nicht ins Auto setzen und mit dem Hund in ruhige Gegenden fahren.

  • 33
    16
    Tauchsieder
    15.12.2020

    Ich glaube "ths1" da liegen sie nur zum Teil richtig. Verkaufsverbot ja, aber wo steht was von Knallereiverbot ?

  • 36
    23
    Gegs
    15.12.2020

    Sarkastisch muss man sagen, wenn die Branche dem Lockdown zum Opfer fällt, muss man in den kommenden Jahren mangels Böllern über ein Böllerverbot gar nicht mehr reden.

  • 75
    32
    ths1
    15.12.2020

    Keine Knallerei zu Silvester - mein Hund kann sein Glück kaum fassen.

  • 65
    41
    Elysa
    15.12.2020

    So schwer es auch ist für die Betroffenen in der Branche der Feuerwerkskörper, die Sicherheit und Gesundheit hat Vorrang. Das sollte man nicht vergessen und vielleicht gibt es auch andere Möglichkeiten, die Mitarbeiter zu beschäftigen, wenn auch ausnahmsweise branchenfremd.