Branche schneidet besser als erwartet ab

Sachsens Maschinenbauer steigern Umsatz 2019 auf ein Rekordhoch

Leipzig/Kamenz.

Trotz der internationalen Handelskonflikte und der negativen Auswirkungen des Brexits haben die sächsischen Maschinen- und Anlagenbauer im vergangenen Jahr ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Im Vergleich zu 2018 steigerten die 208 Betriebe (mindestens 50 Mitarbeiter) ihren Gesamtumsatz um 2,4 Prozent oder 200 Millionen Euro auf rund 8,3 Milliarden Euro. Das gehe aus Daten des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervor, teilte der Branchenverband VDMA Ost am Donnerstag in Leipzig mit.

Der Gesamtumsatz kletterte damit auf den höchsten bisher erreichten Wert. Damit festigten die sächsischen Maschinenbauer ihre führende Position in Ostdeutschland. Auf Rang zwei und drei folgen mit deutlichem Abstand Thüringen und Sachsen-Anhalt. "Wir hatten aufgrund der geopolitischen Krisen, der Handelsturbulenzen und des Strukturwandels in der Automobilindustrie für das Jahr 2019 mit einem verlangsamten Wachstum gerechnet. Dass das starke Vorjahresergebnis nun übertroffen wurde, lag vor allem am Jahresendspurt. Der Dezember war ein besonders umsatzstarker Monat", sagt Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA Ost. Zu dem Umsatzplus beigetragen hat laut Köhn auch ein besonderer Effekt: Die Anzahl der sächsischen Maschinenbauer ist innerhalb eines Jahres von 201 auf 208 gestiegen. Die Aussichten für 2020 bewertet der Verband optimistisch. Das Auslandsgeschäft erhöhte sich um 6,8 Prozent (289 Millionen Euro) auf rund 4,5 Milliarden Euro. Damit exportierten die Betriebe mehr als jedes zweite Produkt (54,3 Prozent). 40 Prozent der Waren, die an ausländische Kunden geliefert wurden, gingen in Länder der EU. Die wichtigsten Handelspartner außerhalb der Eurozone waren China und die USA.


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