Braunkohle-Befürworter: BUND muss aus Kohlekommission raus

Cottbus (dpa) - Der Verein «Pro Lausitzer Braunkohle» fordert den Ausschluss der Umweltorganisation BUND aus der Kohlekommission. Hintergrund ist die Drohung der Umweltschützer, angesichts geplanter Rodungsarbeiten des Konzerns RWE für einen Braunkohle-Tagebau im Rheinland aus dem Gremium auszusteigen.

Der Braunkohle-Verein betonte am Freitag in einer Mitteilung, es könne nicht sein, dass der BUND die gesamte Kommission in «Geiselhaft» nehme. «Es ist eine Zumutung für die Menschen in den betroffenen Revieren, dass dieses für die Zukunft ihrer Regionen bedeutende Gremium seine Zeit mit solchen Debatten verschwenden muss», sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Rupieper.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist Mitglied der Kommission «Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung». Sie soll bis Jahresende einen Ausstieg aus der Kohleverstromung ausarbeiten und Vorschläge für den Strukturwandel in den Braunkohle-Regionen vorlegen. Der Braunkohle-Verein ist nicht in dem Gremium vertreten. Er hatte in der Vergangenheit immer wieder für den fossilen Energieträger demonstriert.

Brandenburg;d;Sachsen;Sachsen-Anhalt;Nordrhein-Westfalen

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