Drogeriemarktkette DM erweitert Filialnetz in Sachsen

Demnächst sollen drei neue Märkte dazukommen, sechs bestehende werden umgebaut. Auch in Chemnitz, Zwickau und im Erzgebirge wird investiert.

Chemnitz.

Das Filialnetz der Drogeriemarktkette DM wächst seit Jahren kontinuierlich im Freistaat, und ein Ende ist nicht abzusehen: Nach vier erfolgten Neueröffnungen in diesem Jahr sollen in den nächsten Monaten drei weitere Standorte dazukommen. Ins Auge gefasst hat die Handelskette neue Märkte in Leipzig-Stahmeln, Ebersbach-Neugersdorf (Oberlausitz) sowie in Lauter (Erzgebirgskreis). Wie der Gebietsbeauftragte der Kette, Rüdiger Heinzig, der "Freien Presse" sagte, sei der Standort Lauter für das Kalenderjahr 2020 geplant. Einen genauen Eröffnungstermin konnte er jedoch noch nicht nennen. Mit Sicherheit werde die Filiale aber eine Fläche von mehr als 600 Quadratmetern haben.

Um die Sortimentsvielfalt zu erhöhen, setzt DM auf zunehmend größere Läden. Bundesweit kommt die Kette inzwischen im Schnitt auf eine Verkaufsfläche von 623 Quadratmetern, vor fünf Jahren lag der Wert noch bei 589 Quadratmetern. In Sachsen gibt es laut Heinzig nur noch drei Altstandorte, die mit Flächen zwischen 300 und 400 Quadratmetern als nach den aktuellen Anforderungen zu klein gelten.

Derzeit betreibt das Unternehmen 66 Märkte im Freistaat. Die Marke von 70 Filialen sei in Sichtweite, sagte Heinzig. Sie werde sicher innerhalb der nächsten zwei Jahre erreicht. Ein Altstandort musste im abgelaufenen Geschäftsjahr, das im September zu Ende ging, geschlossen werden. Es handelte sich um eine Filiale im Leipziger Karstadt-Warenhaus - das Haus war komplett dichtgemacht worden. Im jetzigen Geschäftsjahr soll noch je ein Geschäft in Leipzig-Paunsdorf und Görlitz aufgegeben werden. In der ostsächsischen Stadt an der Neiße verfügt die Kette derzeit über vier Läden - und damit über mehr als in den deutlich größeren Städten Zwickau und Plauen. Der kleinste Standort solle nun geschlossen werden, hieß es. In Südwestsachsen hat DM derzeit 21 Märkte, sechs davon in Chemnitz. Läden gibt es zudem in Flöha, Zschopau, Aue, Annaberg-Buchholz, Lugau, Meerane, Fraureuth, Zwickau, Freiberg, Plauen sowie Auerbach (Vogtland). Neu eröffnet wurden zuletzt Filialen in Dresden (2), Grimma und Weißwasser.

Rund drei Millionen Euro will die Karlsruher Kette in den nächsten Monaten in Sachsen investieren - nicht nur in neue Läden. Auch Umbauten sind geplant, um Märkte zu modernisieren. Auf dem Plan stehen Standorte in Chemnitz (Sachsenallee), Annaberg-Buchholz, Zwickau (Oskar-Arnold-Straße) sowie Großenhain, Bautzen und Görlitz.

In Sachsen setzte DM im Geschäftsjahr 2018/19 knapp 251 Millionen Euro um und damit gut drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Rund 20 Millionen Kunden legten dabei ihre Einkäufe aufs Kassenband, ein Plus von 1,4 Prozent. "Wir können auf eine sehr positive Entwicklung zurückblicken", so Heinzig. Die Anzahl der Mitarbeiter sank hier binnen Jahresfrist allerdings um 35 auf 1058, weil laut Heinzig weniger Minijobber beschäftigt waren. 144 Lehrlinge absolvieren ihre Ausbildung in einer der sächsischen Filialen. Das Unternehmen kann inzwischen jedoch nicht mehr alle Lehrstellen besetzen. Vor zehn Jahren habe man noch deutlich mehr Bewerber als freie Stellen gehabt, sagte Heinzig. Das sei heute nicht mehr der Fall.

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