Neuer Thyssenkrupp-Chef sieht Zerschlagungsgefahr gebannt

Essen (dpa) - Der neue Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff sieht mit der Vorlage der neuen Strategie die Gefahr einer Zerschlagung des Industriekonzerns gebannt. «Ein Ausverkauf ist damit vom Tisch und wäre mit mir auch nicht zu machen gewesen», sagte Kerkhoff dem Handelsblatt.

Der langjährige Finanzvorstand des Essener Konzerns schloss auch Fusionen oder Zukäufe bei dem neuen Unternehmen Thyssenkrupp-Industrials nicht aus: «Da gibt es sicher Möglichkeiten.»

Der Aufsichtsrat des Konzerns hatte den bislang als Interimschef eingesetzten Manager am vergangenen Sonntag zum regulären Vorstandsvorsitzenden bestellt und den von Kerkhoff vorgelegten Plänen für eine Aufspaltung des Konzerns zugestimmt. Durch den Umbau soll Thyssenkrupp in zwei selbstständige börsennotierte Unternehmen aufgespalten werden.

Während unter dem Namen Thyssenkrupp Industrials unter anderem die Bereiche Aufzüge, Anlagenbau und Automobilzulieferung gebündelt werden, soll das Werkstoffgeschäft mit dem Marineschiffbau und dem Stahl in der Gesellschaft Thyssenkrupp Materials zusammengefasst werden.

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