Bahn-Tarifgespräche vertagt

Berlin (dpa) - In den Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte der Deutschen Bahn liegen die Positionen beider Seiten noch weit auseinander.

In einzelnen Teilfragen sei aber eine Annäherung erzielt worden, teilten Sprecher der Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Montagabend nach einer zehnstündigen Verhandlungsrunde in Berlin mit. Die dritte Runde wurde für den 15. und 16. November in Halle an der Saale vereinbart. Dann will die Bahn ein Angebot vorlegen, wie das Unternehmen ankündigte.

Mehrere Arbeitsgruppen aus Experten von Arbeitgeber und Gewerkschaft hatten am Montag die Forderungen der EVG nach Themenblöcken durchgearbeitet – von Entgelt- und Zulagenstruktur bis zu Arbeitszeitregelungen.

Die EVG machte anschließend deutlich, dass man sich in den entscheidenden Fragen noch nicht angenähert habe. So gebe es bislang weder ein Angebot zu der geforderten Lohnerhöhung von 7,5 Prozent noch zu dem Wahlmodell, auf dem die EVG besteht. Es sieht vor, dass die Eisenbahner zwischen Einkommenserhöhung, mehr Urlaub und Arbeitszeitverkürzung wählen können.

«Wir haben hart gearbeitet und sind vorangekommen», sagte Bahn- Personalvorstand Martin Seiler am Abend. Wie die EVG sprach er aber auch davon, dass «noch eine Menge Arbeit vor uns liegt». An diesem Freitag trifft sich die Bahn mit dem zweiten Verhandlungspartner, der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), zur zweiten Runde.

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