Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel ohne Einigung

Kesselsdorf (dpa/sn) - Die Tarifverhandlungen für die rund 40 000 Beschäftigten im sächsischen Groß- und Außenhandel sind am Mittwoch ohne Einigung vertagt worden. Die Arbeitgeber hätten ein unverschämtes Angebot hingelegt, teilte die Gewerkschaft Verdi mit. So sollen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen im 1. Jahr um 1,8 Prozent und im 2. Jahr um 1,2 Prozent angehoben werden. Für einen Kommissionierer in der Lohngruppe L 3 würden das 39 Euro brutto im Monat beziehungsweise 26 Euro brutto im Monat mehr bedeuten. Der Tarifvertrag war am 30. April ausgelaufen.

Verdi fordert eine Anhebung aller Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um einen Euro pro Arbeitsstunde als normale Tariferhöhung. Bei einer Vollzeitbeschäftigung wären das 169 Euro mehr im Monat. Außerdem will die Gewerkschaft einen «Sachsenzuschlag» von 20 Cent je Stunde. Damit sollen Lohnunterschiede zu anderen Tarifgebieten ausgeglichen werden. Die nächste Verhandlungsrunde wurde für den 2. Juli vereinbart.

Von den Arbeitgebern, so vom sächsischen Verband Groß- und Außenhandel, war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...