Textilfirmen setzen auf ausländische Mitarbeiter

Bautzen (dpa) - Gegen den Fachkräftemangel muss sich die Textilbranche aus Sicht des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti) mit einem Maßnahmemix stemmen. Aufgrund der Demografie-Entwicklung und der Arbeitsmarktsituation bemühten sich Unternehmen immer häufiger um geeignete Mitarbeiter im Ausland, sagte vti-Geschäftsführer Peter Werkstätter beim Verbandstag am Mittwoch in Bautzen. «Dabei schauen sie in die EU und nach Asien, wo eine Generation mit textilem Know-how heranwächst. Wir hoffen, dass schnell ein Fachkräftezuwanderungsgesetz verabschiedet wird», sagte er. Auch bei Migranten, die bereits im Land seien, sehe er Ressourcen.

Für deren Integration in Firmen fordert der Verband Förderprogramme. «Wir brauchen in den Betrieben unter anderem Integrationsassistenten, die Flüchtlinge durch den Behördendschungel begleiten», forderte Werkstätter. Es müsse zudem gewährleistet werden, dass solche Auszubildenden nach dreijähriger Ausbildung nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre abgeschoben werden dürften. Zusätzlich müssten Langzeitarbeitslose wieder eingegliedert und Berufspendler zurückgeholt werden. Bei den rund 350 Textil-Mittelständlern in Ostdeutschland arbeiten aktuell etwa 16 000 Menschen.

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