Beckert verpasst Podest - Pechstein mit Rücken-Qualen

Patrick Beckert schrammt wieder nur knapp an Platz drei vorbei, Claudia Pechstein gibt trotz Rückenverletzung alles und kämpft um ihr WM-Ticket. Doch auf einen Podestplatz im Weltcup müssen die deutschen Eisschnellläufer in diesem Winter weiter warten.

Tomaszow Mazowiecki (dpa) - Patrick Beckert weckte als Vierter Hoffnungen für die Heim-WM, Claudia Pechstein überquerte die Ziellinie mit schmerzverzerrtem Gesicht.

Aufgrund akuter Rückenprobleme kam die fünfmalige Olympiasiegerin beim Eisschnelllauf-Weltcup im polnischen Tomaszow Mazowiecki nicht über den elften Platz hinaus.

Beckert vergab nur wegen eines etwas zu langsamen Mittelteils der 10 000 Meter die Chance auf den ersten Podestplatz der Deutschen in diesem Winter. «Hinterher ist man immer klüger. Vielleicht hätte ich eine Runde eher beschleunigen sollen. Aber es war ein sehr guter Lauf», sagte der Thüringer. «Er ist hinten heraus immer schneller geworden. Aber nach etwa fünf Kilometern waren die Rundenzeiten etwas zu langsam, um hier die Medaille zu holen», bedauerte Daan Trainer Rottier nach dem Sieg seines niederländischen Landsmannes Marcel Bosker (13:25,27).

Pechstein hatte sich wegen anhaltender Schmerzen erst am Sonntagmorgen für einen Start entschieden. Dieser war im einzigen Rennen der Weltcup-Saison für die 46 Jahre alte Berlinerin aber zwingend nötig, um die Chance auf eine Qualifikation für ihre Spezialstrecke bei der Heim-WM im Februar in Inzell zu wahren.

In 7:28,87 Minuten ging Pechstein bis an ihre Leistungsgrenze und sogar ein Stück darüber hinaus. «Ich habe es probiert. Aber nach fünf Runden hat der Rücken zugemacht», sagte sie. Coach Rottier freute sich aber, dass dieses Resultat derzeit gerade noch reicht, um über die Zeit-Regelung den WM-Platz zu erhalten.

Anfang der Woche hatte Pechstein bereits ein Trainingslager in Polen wegen der akuten Probleme unterbrechen müssen. Sie flog zu einem Spezialisten nach München, um sich einer intensiven Behandlung zu unterziehen. Danach hatte sie drei Tage mit dem Eistraining aussetzen müssen. Der Erfolg in Polen ging an die niederländische Olympiasiegerin Esmee Visser in 7:05,18 Minuten.

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