Boxverband AIBA sperrt Ex-Präsident Wu lebenslang

Der Amateurbox-Weltverband AIBA hat seinen langjährigen Präsidenten Wu Ching-Kuo lebenslang gesperrt. Dies gab der finanziell gebeutelte Verband am Dienstag in einem Statement bekannt. Der Taiwanese war im vergangenen Jahr wegen des Verdachts des finanziellen Missmanagements im großen Stil einstimmig entmachtet und vorläufig suspendiert worden. Wu soll Verbindlichkeiten in Höhe von über 30 Millionen Euro angehäuft haben.

Neben Wu Ching-Kuo, früher auch Mitglied in der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), wurde auch der frühere südkoreanische Geschäftsführer Kim Ho dauerhaft ausgeschlossen.

Einziger Kandidat für die Nachfolge Wus ist nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP der zwielichtige Interimspräsident Gafur Rachimow. Der 66-jährige Usbeke ist allerdings seit jeher umstritten.

Wegen seiner Verwicklungen in Heroin-Handel war er vom US-Finanzministerium zuletzt als einer der führenden Kriminellen Usbekistans bezeichnet worden. Das IOC hatte sich wegen einer möglichen Nominierung Rachimows "extrem besorgt" geäußert. Die finanziellen Hilfen legte das IOC bereits im Dezember auf Eis.

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