Calgary hält an Olympia-Bewerbung fest - Referendum am 13. November

Calgary hält nun doch an seiner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2026 fest. Der Stadtrat des kanadischen Olympia-Gastgebers von 1988 stimmte am Mittwoch einer Fortsetzung der Kampagne und einem tags zuvor aufgestellten Finanzierungsplan des Staates sowie der Provinz Alberta zu, obwohl sich die Mehrheit des Gremiums nach achtstündigen Verhandlungen dagegen aussprach. Nun sollen die Bürger Calgarys in einem Referendum am 13. November über die Bewerbung abstimmen.

Damit bleiben dem Internationalen Olympischen Komitee IOC für die Winterspiele in acht Jahren zunächst alle drei Bewerber erhalten. Neben Calgary sind noch Stockholm und Mailand im Rennen. Auch bei den Schweden und Italienern ist allerdings unklar, ob sie ihre Bewerbungen bis zur Wahl des Gastgebers auf dem IOC-Kongress im Juni 2019 in Lausanne aufrechterhalten können. Stockholms neuer Stadtrat hat sich bereits gegen die Kampagne ausgesprochen. Mailand, das zusammen mit Cortina d'Ampezzo antritt, fehlt noch staatliche Unterstützung. Anfang Oktober hatte das IOC den türkischen Bewerber Erzurum von der Liste der möglichen Kandidaten für 2026 gestrichen.

Das städtische Olympia-Komitee Calgarys hatte sich am Dienstag bereits gegen eine Bewerbung ausgesprochen. Im Stadtrat fand dann die leicht reduzierte Finanzzusage von Staats- und Provinzregierung in Höhe von 2,88 Milliarden kanadischen Dollar (1,93 Milliarden Euro) keine Mehrheit: acht Ratsmitglieder stimmten gegen den Plan, nur sieben dafür, darunter Bürgermeister Naheed Nenshi. Für einen Abbruch der Bewerbung wären allerdings zehn Nein-Stimmen benötigt worden.

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