Ferrari-Star Vettel Schnellster in Italien - heftiger Unfall von Ericsson

Ferrari-Star Sebastian Vettel (31) hat zum Auftakt des Großen Preises von Italien (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL) seine starke Form bestätigt. Der Heppenheimer drehte im freien Training in Monza in 1:21,105 Minuten die schnellste Runde und weckte damit Hoffnungen auf seinen ersten Sieg für die Scuderia beim Heimspiel im Königlichen Park. Vettels WM-Rivale Lewis Hamilton (33/Mercedes) musste sich noch hinter dem zweiten Ferrari von Kimi Räikkönen einreihen.

"Der Tag war im Großen und Ganzen okay, aber wir müssen uns noch steigern", sagte Vettel, der sich auch einen kleinen Fehler leistete: In der legendären Parabolica-Kurve flog er ab und landete im Kiesbett. Vettels Heckflügel wurde dabei leicht beschädigt. "Da habe ich zu viel probiert und dann das Heck verloren", sagte Vettel: "Da war ich zu wild."

Hamilton (1:21,392) war auf dem Hochgeschwindigkeits-Kurs knapp drei Zehntelsekunden langsamer als Vettel, der zuletzt eindrucksvoll in Belgien gewonnen hatte und in der WM-Wertung noch 17 Punkte Rückstand auf den Briten hat. Ferrari habe "einen kleinen Vorteil", sagte Hamilton: "Aber wir pushen so hart wie wir können." Im Qualifying erwartet er einen "engen Fight". Nico Hülkenberg (Emmerich) fuhr für Renault auf Rang zehn (1:23,063).

Überschattet wurde das Training von einem heftigen Unfall des Sauber-Piloten Marcus Ericsson aus Schweden. Der 27-Jährige überschlug sich bei dem Crash mehrfach, konnte seinen Wagen aber unverletzt verlassen. "Ich weiß nicht, was passiert ist. Ich bin in Ordnung", funkte er an die Box.

Ericsson hatte am Ende der Start- und Ziellinie wegen technischer Probleme bei einem Tempo von deutlich über 300 km/h plötzlich die Kontrolle über sein Auto verloren und war in die Streckenbegrenzung geknallt. Anschließend musste das Training für rund 20 Minuten unterbrochen werden.

In der ersten Session am Vormittag hatte es in Monza zunächst stark geregnet, weshalb die Teams insgesamt nur recht wenig aussagekräftige Daten für das Rennen sammeln konnten. "Ich habe sogar an einem Punkt im Auto geschlafen", sagte Hamilton über die Langeweile im ersten Training.

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