FIA: «Kette von Ereignissen» im Todesfall Hubert

Spa-Francorchamps (dpa) – Fünf Monate nach dem Tod des französischen Nachwuchs-Rennfahrers Anthoine Hubert hat der Motorsport-Weltverband FIA seine Untersuchungen zu dem Unfall abgeschlossen.

Die Ermittler kamen in einer Mitteilung zum Schluss, dass eine «Kette von Ereignissen» zu dem «komplexen Crash» mit insgesamt vier beteiligten Fahrern geführt habe. Es habe keine «einzelne spezifische Ursache» für den fatalen Unfall in Belgien am 31. August vergangenen Jahres gegeben. Den Angaben zufolge wurde auch kein Hinweis gefunden, dass einer der Fahrer nicht angemessen auf die Vorkommnisse auf dem Asphalt oder die Gelbe Flagge reagiert hat.

Bei dem Horror-Crash in Belgien im Rahmen der Nachwuchsserie Formel 2 war der Franzose Hubert mit seinem Wagen ausgangs der berüchtigten Kurve Eau Rouge zunächst in die Streckenbegrenzung gekracht und anschließend zurück auf die Strecke geschleudert. Der Amerikaner Juan Manuel Correa konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und fuhr mit voller Geschwindigkeit in das Auto von Hubert.

Den Ermittlungen nach wirkten bei dem Crash auf die Autos von Correa und Hubert in der Spitze g-Kräfte von 65.1 und 81.8. Zum Vergleich: In Formel-1-Autos wirken in Kurven schon mal 5g auf die Fahrer.

Der 22-jährige Hubert starb später an seinen schweren Verletzungen. Correa erlitt schwere Beinverletzungen und musste sich mehreren komplizierten Operationen unterziehen. Der 20-Jährige befindet sich mittlerweile auf dem langsamen Weg der Besserung.

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